Sonntag, 30. August 2020

Colors Of Nature in Schwarzenberg

 





Zu einem wunderschönen Ereignis wurde das Konzert auf der Schwarzenberger Freilichtbühne am 21.August: unter dem Titel "Colors of Nature" fand eine spektakuläre Multimedia-Show mit Feuerwerk, Lasereffekten und Videos statt. Und natürlich mit viel Musik: im 1.Teil des Konzertes spielten wir ein Sommerkonzert, im 2. dann große Teile aus Vivaldis "Vier Jahreszeiten", umrahmt von diversen anderen Werken. Bettina Grothkopf und Michael Schmidt setzten besondere Glanzpunkte.

Ich denke, daß nach der Corona-Konzert-Pause dieses Event, das unter C-Bedingungen durchgeführt wurde, dem Publikum ein deutliches Zeichen setzte, daß es auch wieder eine Zeit nach Corona mit viel Kultur und Lebensfreude geben wird; anders als bei den derzeitigen Demos in Berlin hielten sich Publikum und Akteure an die geltenden Abstandsregeln und bewiesen die nötige Einsicht, um solche Konzerte durchführen zu können.

Großen Dank an Enrico Oswald und seiner Laser Event Company, die dieses Konzert organisierten und die nötige Entschlossenheit mitbrachten, es unter den aktuellen Bedingungen durchzuführen - und an Lutz Gerlach und Ulrike Mai, die dieses Projekt musikalisch auf den Weg gebracht haben - ein großartiges Beispiel einer künstlerischen Zusammenarbeit mit unserem Orchester.

Mittwoch, 12. August 2020

Aber meine Herrrrschaften!!!

 

...am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür...

Bei uns liegt der Wolfgangsee auf den Greifensteinen - und natürlich ist in diesem Jahr der Urlaub im Salzkammergut ein anderer wie gewohnt - nichtsdestotrotz freuen wir uns alle sehr auf die bevorstehende Premiere. Statt 1200 Besuchern können nur ca. 400 kommen - und auch im "Weißen Rössl" kehrt nur eine überschaubare Gästeschar ein - die das aber durch ihre Spielfreude/wut alles kompensieren wird - auch die Ohrwürmer werden in gewohnter Orchesterqualität zu hören sein, da wir bereits im Januar das Stück mit vollem Orchester aufgenommen haben.

weitere Infos und Karten

Besuchen Sie uns!

Kritik im Annaberger Wochenblatt

Kritik von Frieder Krause


Donnerstag, 16. Juli 2020

Spannende Zeiten: neuer Intendant vorgestellt

Auf der gestrigen Betriebsversammlung (15.7.2020) wurde dem Ensemble vom Landrat Frank Vogel ein neuer Theaterintendant für die Spielzeit 2021/22 vorgestellt. In seiner Rede hob der Landrat zunächst die Verdienste von Dr. Huhn, der auch anwesend war, um das Annaberger Theater hervor, betonte aber auch, daß man neue Impulse für notwendig hält.

Nachdem man beschloss, Herrn Dr. Huhn 2021 in die Altersrente zu verabschieden, gab es ein Auswahlverfahren, an dem die Kulturexperten, der Chemnitzer Intendant Dr. Dittrich und die Träger des ETO GmbH beteiligt waren. 

Einstimmig wurde Moritz Gogg (derzeit Operndirektor und KBB-Chef am Theater Gießen) gewählt, das Haus ab 2021 zu führen. Herr Gogg war anwesend und hat sich in einer begeisternden Rede, in der er seine Visionen umrissen hat, dem Ensemble vorgestellt.

Im wesentlichen läuft es auf eine ähnliche strategische Linie wie die von Dr. Huhn hinaus: Raritäten, um überregionale Aufmerksamkeit zu erregen, viel Familientheater, Moderne auch im Konzertbereich, Familientheater, Verwurzelung in der Region, Jugendarbeit, Angebote, um jüngeres Publikum ins Haus zu holen, Zusammenarbeit mit den sächsischen Musikhochschulen.

Herr Gogg hat reiche Erfahrungen vorzuweisen: 14 Jahre als Sänger im Ensemble der Hamburger Staatsoper, künstlerischer Betriebsleiter am Brucknerhaus Linz, Operndirektor im Theater Gießen - das alles deutet auf breite Erfahrungen im künstlerischen wie organisatorischen Bereich hin. 

Bei mir entstand der Eindruck, daß das Auswahlverfahren fair, transparent und nachvollziehbar stattgefunden hat - jetzt kann man sehr auf die nächste Zeit gespannt sein: auf die letzte Saison von Dr. Huhn, auf den Übergang und auf die Neuausrichtung 2021. Spannend!

Montag, 6. Juli 2020

schnelles Internet in Annaberg

...läßt leider immer noch auf sich warten: laut Breitbandinitiative der Bundesregierung soll bis Ende 2025 Deutschland eigentlich über Gigabit-Netze verfügen. Ich habe mir mal den Spaß gemacht, den aktuellen Stand im Stadtzentrum Annaberg (Welterberegion, "Hauptstadt" des Erzgebirgskreises) zu googeln: das Ergebnis ist ernüchternd.

Für 68% der Bevölkerung ist DSL 50 nicht möglich, der Glasfaserausbau liegt bei 1%, was sagt man dazu...
Corona bringt diese Mankos an die Oberfläche: ca 40 Minuten upload für ein 3-Minuten-HD-Video nimmt einem jeglichen Spaß an der Videoproduktion und verhindert, daß man das Internet als Arbeitsmittel nutzen kann - ich kann mir auch kaum vorstellen, daß sich dieser Zustand bis 2025 hier ändert (es geht doch auch so...).

Infrastruktur: immerhin hat die Stadt jetzt mal wieder eine Umfrage zum Fuß-u.-Radverkehr gestartet, die letzte fand 2004 (!) statt. Auch spätestens seit Corona dürfte sich herumgesprochen haben, daß mit ebikes auch im Gebirge Radfahren möglich und sinnvoll ist und es höchste Zeit ist, dieser Art der (gesunden) Fortbewegung vernünftigen Platz und Raum zu geben.

Das ganze Dilemma (Zwischenstand von 2017) läßt sich hier noch einmal nachlesen. Und hier die Meinung des ADFC zu Fahrradwegen an der B95 (auch ein Dauerbrenner).

Hinter den sieben Bergen...von einer modernen Metropole kann man in beiden Fällen wohl kaum sprechen...

Freitag, 3. Juli 2020

Willkommen auf den Greifensteinen!


Mit aller gebotenen Vorsicht und vielen Hygienekonzepten werden wir versuchen, einen Spielbetrieb auf den Greifensteinen zu ermöglichen. Uns ist klar, daß es keine normale Freiluftsaison werden wird, obwohl nebenan am Stauweiher Corona schon längst Geschichte zu sein scheint und die Leute völlig verdrängen, daß das Virus immer noch eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle bleibt.

Deshalb wird es bei uns nur 400 Plätze geben, die nur online buchbar sind, Abstandsregeln im Gelände für die Zuschauer, feste Sitzplätze und Einbahnstraßenregeln.

Auch für die Bühne gibt es starke Einschränkungen: auch hier gelten verschiedene Mindestabstände. Das führt dazu, daß man kein "normales" Theater erleben wird - alle werden auf Distanz bleiben und spielen. Und weniger Bühnenpersonal wird zum Einsatz kommen: so wird z.B. unsere Neuproduktion "Im Weißen Rössl"  eine kleine Version ohne Chor werden.

Es ist ein Vorteil für uns, daß wir seit Jahren in den Musiktheaterproduktionen mit Orchester- u.- Chorplaybacks arbeiten: so können wir eine neue Produktion auf die Bühne bringen: Greifenstein-Memory, mehr oder weniger ein Konzert mit beliebten Melodien aus Operette und Oper. Desweiteren bleiben 2 Kinderstücke im Repertoire: Neues vom Räuber Hotzenplotz und der Zauberer von Oz. Das Schauspiel produziert einen Musicalabend mit Live-Band: Jukebox.

Wir hoffen trotzdem, daß wir den Sommer mit Musik und Spiel bereichern werden und wieder Lebensfreude zum Publikum bringen; besuchen Sie uns und sichern Sie sich Ihre Karten online unter www.winterstein-theater.de

Mittwoch, 18. März 2020

Gesund bleiben...

ist momentan das Gebot der Stunde: wie auch in anderen Theatern Deutschlands wurde bei uns der Spiel-u.- Probenbetrieb wegen Corona-Ansteckungsgefahr vorerst eingestellt. Keiner kann momentan die Auswirkung überblicken, auch nicht auf die Sommersaison auf den Greifensteinen. Bis dahin heißt es für alle: soziale Kontakte einschränken, Hände waschen, geduldig bleiben...😒...und im Homeoffice weiterarbeiten...

Als kleine "Seelentröster" werde ich hier einige im Homeoffice produzierte Videos veröffentlichen; es ist natürlich nicht CD-reif; was man halt auf einem elektrischen Flügel so machen kann. Aber vielleicht hilft das ja, die theaterlosen Zeiten etwas besser zu ertragen...

Freitag, 24. Januar 2020



Eigentlich müßte noch der Name eines weiteren Komponisten auf dem Programm stehen: W.A. Mozart: alle Komponisten im Konzert sind mit diesem Namen verknüpft: Mozart lernte selbst in Mannheim die Arbeit der Hofkapelle mit ihrem Gründer Johann Stamitz und dem Komponisten Franz Xaver Richter kennen, in Salzburg beherrschte Michael Haydn das Feld der Kirchenmusik über 43 Jahre und Ignaz Pleyel war wohl Michael Haydns berühmtester Schüler. Pleyel und Richter waren überdies beide Organisten am Straßburger Münster.

Man wird hören, daß es im 18. Jhd. durchaus ein breites und blühendes allgemeines Musikleben gab, das Mozart vorfand und aus dem er durchaus viele Anregungen schöpfte.

Ich freue mich besonders, daß wir Aufführungsmaterial der Pleyel-Gesellschaft für dieses Konzert erwerben konnten.

Kritik im Annaberger Wochenblatt

Montag, 13. Januar 2020

in memoriam Sigrid Runge

Am 1. Januar 2020 ist meine erste Klavierlehrerin Sigrid Runge im Alter von 93 Jahren gestorben.

Frau Runge verdanke ich mein heutiges Leben als Musiker: sie war es, die mir 8-jährigen Arbeiterkind die Welt der Musik erschlossen hat. 6 Jahre lang bin ich regelmäßig zum Klavierunterricht nach Gößnitz gefahren: es hat mir immer Spaß gemacht zu üben, aufzutreten und die gestellten Aufgaben zu erfüllen: die Unterrichtsatmosphäre war immer entspannt, liebevoll und durch ein wunderbares Lehrer-Schüler-Verhältnis geprägt. Voller Stolz wechselte ich dann in die Kinderklasse der Leipziger Hochschule, ab da wurde es kompliziert und die Leichtigkeit, mit der man in den frühen Jahren musiziert hat, ging so langsam verloren...

Ich bewundere noch heute ihr großes pädagogisches Geschick: sie hat mich scheinbar mühelos durch die Anfängerjahre geleitet und mir dabei die Liebe zur Musik weitergegeben.

Aus heutiger Sicht betrachtet, gehörte damals auch unglaublich viel Energie dazu, in diesem Winkel des Bezirkes Leipzig ein Musikleben zu entwickeln und zu pflegen - als Leiterin der Außenstelle Gößnitz hat sie über die vielen Jahre mit ihrem Unterricht eine großartige Aufbauarbeit geleistet, die dann später ihre Kinder fortgesetzt haben. Voller Stolz wurde in Schmölln nach der Wende eine eigenständige Musikschule eröffnet, die ihr Sohn Holger leitet - das alles ist ohne das Werk von Frau Runge nicht denkbar. Sie hat die Menschen in ihrer Umgebung geprägt und deutliche Spuren hinterlassen.

Meine letzte persönliche Begegnung mit ihr war zu den Weihnachtskonzerten 2014, als ihr Enkel Elias mit uns spielte und sie zu den Proben und Konzerten anwesend war: es war mir eine große Freude, etwas von dem zurückzugeben, was ich vor vielen Jahren von ihr bekommen habe.

Sie war eine großartige Frau, an die ich mich immer erinnern werde!

Dienstag, 31. Dezember 2019

Weihnachten war eine schöne Zeit...

ohne kreislersche Ironie: anstrengend aber wunderschön waren die Tage zwischen Mitte Dezember bis Jahresende: das Weihnachtskonzert, das wir wie immer 3 mal spielten (2mal in Annaberg, 1mal in der Nikolaikirche Aue), war mein Konzerthöhepunkt in dieser Spielzeit: ca. 1100 Zuhörer dürften wir damit erreicht haben.
 
Gelobt wurde allgemein die Farbigkeit und Spannbreite der gespielten Werke: vom Barock in kleiner Besetzung bis zur großen russischen Romantik war für jeden etwas dabei. Besonders schön war auch das gemeinsame Weihnachtslieder-Singen mit dem Publikum, das in Annaberg tatkräftig vom Hauschor unterstützt wurde.


Neben Obersteiger und Bettelstudent standen wieder 2 kleinere Konzerte mit den jungen Sängern  Marlen Bieber und Richard Glöckner aus Seiffen an: am 27. musizierten wir in der Seiffener Rundkirche und am 29. im Theater Variabel in Olbernhau: beide Konzerte waren sehr anrührend: in Seiffen kann man sich der weihnachtlichen Atmosphäre überhaupt nicht entziehen, die kleine Kirche schafft eine besondere Intimität zum Publikum; in Olbernhau beeindruckte die Herzlichkeit und Offenheit des Publikums und der Gastgeber im Theater Variabel.

Zeit zum Ausruhen? Eher nein, im Januar wollen wir die Aufnahmen für die Greifenstein-Saison machen (die "Banditen" von Offenbach), Anfang Februar folgt dann eine Klassik am Nachmittag, für die auch noch Noten geschrieben werden, Cinderella muß auf den Weg gebracht werden - es wird nicht langweilig. Aber die letzte Zeit hat mir wieder gezeigt, daß es sich lohnt, sich ins Zeug zu legen und seine Arbeit mit Herzblut zu machen.

Guten Rutsch und ein erfolgreiches, glückliches und gesundes Jahr 2020!

Dienstag, 3. Dezember 2019

Es ist für uns eine Zeit angekommen...


...wahrscheinlich die Zeit im Jahr, in der Musiker am meisten zu tun haben...

Besuchen Sie uns im Weihnachtskonzert: Stücke, die größtenteils nur in Annaberg zu hören sind, stehen auf dem Programm: barocke weihnachtliche Werke von Johann Gottlieb Graun, Johann David Heinichen und Christoph Graupner, dem Zeitgenossen Bachs, der in Kirchberg im Erzgebirge geboren wurde. Daneben erklingt die Sinfonia Pastorale des Begründers der Mannheimer Schule Johann Wenzel Stamitz.

Im 2. Teil des Konzertes wird es russisch: Mili Balakirews Ouvertüre über 3 russische Volkslieder, Skrjabins Träumerei und die zauberhafte Schauspielmusik "Schneeflöckchen" von Tschaikowsky stehen auf dem Programm. Und am Ende darf wieder gesungen werden; die Weihnachtslieder zum Mitsingen finden Sie hier.

Warum ist diese Musik (ein Großteil) nur in Annaberg zu hören? Für die meisten Werke habe ich Notenmaterial selbst erstellt; dank dem Internet ist es möglich, auf alte Handschriften, die mittlerweile digitalisiert sind, zuzugreifen und daraus spielbares Material zu erstellen. Klar ist das eine spannende Angelegenheit, sicher hält das Notenmaterial nicht alles höchsten verlegerischen und wissenschaftlichen Maßstäben stand - dafür gibt es eine reelle Chance, diese Musik wieder lebendig und hörbar werden zu lassen - und das in unserem kleinen Annaberg! Kommen Sie mit auf Entdeckungsreise!

Mittwoch, 20. November 2019

Feuerteufel in Annaberg



Dieser beklagenswerte Anblick bot sich gestern auf einem Parkplatz in der Nähe unseres Theaters: In der Nacht wurden 3 Fahrzeuge von uns vermutlich in Brand gesteckt und brannten völlig aus. Es scheint in der Stadt einen Feuerteufel zu geben; von Zeit zu Zeit brennen Gebäude oder stehen Autos in Flammen.

Besonders bitter: das waren alles Geschenke vom Theaterförderverein, die für den täglichen Arbeitsablauf für uns unheimlich wichtig waren, da wir ja an mehreren Orten arbeiten und auf Transporte zwingend angewiesen sind.

Wenn Sie helfen wollen - vielleicht mit einer Spende - wenden Sie sich bitte an den Theaterförderverein oder spenden Sie direkt auf das Vereinskonto: 

IBAN: DE56 8705 4000 3318 0015 29

Montag, 30. September 2019

Unverhoff kommt oft

Welche Überraschung: wegen einer Erkrankung im Ensemble mußte die Oper "Zum Großadmiral" am vergangenen Sonntag abgesagt werden, es wäre meine Übernahme geworden. Stattdessen hatte ich Gelegenheit, den Chansonabend, den ich vor kurzem in Olbernhau mit Katharina Meissner und Richard Glöckner gemacht habe, auf unserer Studiobühne zu wiederholen.

Das waren absolute Glücksmomente: wir 3 verstehen uns unglaublich gut, die Generalprobe lief, als ob wir uns erst gestern getroffen hätten: reibungslos, mit viel Spielfreude und Herzblut. Ebenso der Abend, den ungefähr 30 Besucher erlebten. Ich hatte das Gefühl, an vergangene Pforzheimer Zeiten mit Lilian Huynen anzuknüpfen, da gehörten die "kleinen" Produktionen wie unsere "Piaf" und die "Lola Blau" zum besten, was ich in meiner Theaterzeit erleben durfte. So etwas passiert nur, wenn man künstlerisch keine Kompromisse eingehen muß und die Beteiligten auf einer Linie liegen...



Kritik im Annaberger Wochenblatt

Samstag, 21. September 2019

Dienstag, 23. Juli 2019

Fünfzehn Mann auf des Totenmanns Kiste


Ab 18. August kapern Piraten die Greifensteine: auf der Suche nach dem legendären Piratenschatz von Captain Flints Mannschaft, der auf der Schatzinsel vermutet wird, sind zahlreiche gefährliche Abenteuer zu bestehen.

Der Roman "Die Schatzinsel" von Robert Louis Stevenson lieferte die Vorlage für dieses spannende Stück - entstanden ist ein mitreißendes Musical von Dennis Martin, das erst 2015 beim Fuldaer Musicalsommer mit großem Erfolg uraufgeführt wurde. Dabei geht es um die Enstehung dieses Romans: wir werden Zeuge, wie Stevenson den Roman quasi erfindet und die Szenen lebendig werden, sehr geschickt werden mehrere Spielebenen miteinander verwoben. Und das ganze mit einer tollen Musik: eingängige Melodien, tolle Arrangements, fetzige Massenszenen, anrührende Balladen werden garantiert das Publikum begeistern.

Besetzt sind u.a. unser Musical-Traumpaar Nick Körber (Louis) und Kerstin Maus (Fanny).

Übrigens o.g. Spruch war das Erkennungszeichen von Flints Mannschaft...

Kritik in der Freien Presse

Donnerstag, 9. Mai 2019

...und wieder eine verkehrspolitische Bankrotterklärung...

Die (Wieder-)Anbindung von Chemnitz an das IC-Netz und damit den Fernverkehr der Bahn ist wieder mal in weite Ferne gerückt: fehlender Fahrdraht in Bayern, ein (!) fehlendes Fahrzeug, man sollte doch noch bis frühestens 2028 warten (weitere 9 Jahre), bevor eventuell der Düsseldorfer IC von Gera bis nach Chemnitz verlängert wird.

Ein unsägliches Trauerspiel auch der Krampf um die Elektrifizierung der Strecke nach Leipzig, da wird lieber Fahrdraht auf Autobahnen gespannt, als diese wichtige Verbindung endlich zu ertüchtigen, abgesehen vom alten Wagenmaterial, das auf der Strecke rollt. Klimawandel? Verbindung zwischen 2 Großstädten? Gleiche Lebensverhältnisse in Deutschland? Attraktiver Verkehr, Alternativen zum Auto? Nicht in Chemnitz, die Stadt und ihre Bewohner (ca. 250.000) sind es wohl einfach nicht wert, wahr-und-ernstgenommen zu werden.

Warten auf Godot, auf den Sankt-Nimmerleins-Tag... Ohne Auto bleibt man in der Region aufgeschmissen, es gibt keine ernsthaften Alternativen. Toll, daß der Deutschlandtakt zwischen Hamburg und Berlin eingeführt wird, daß der ICE zwischen München und Berlin fährt: nur hier in Sachsen haben wir davon überhaupt nicht, es ist ziemlich irrelevant; die einfachsten Grundbedürfnisse im Bahnverkehr werden nicht befriedigt. Auch ein Forschungscampus im Erzgebirge führt leider nicht dazu, daß man von Annaberg mit dem Zug regelmäßig nach Aue (Bahnstrecke vorhanden) fahren könnte.

Was für eine Verkehrspolitik der letzten Jahrzehnte (die CDU hat das ja wohl zu verantworten)! Handlanger der Autoindustrie mit Verkehrskonzepten aus der Mottenkiste, hat man die letzten Jahre offenbar verschlafen. Wieso bekommen das unsere Nachbarländer (Schweiz, Frankreich, Spanien) viel besser in den Griff??? Hochtechnologieland Deutschland???

Bericht in der Freien Presse

update: Bei einer Informationsveranstaltung von Bahn und Politik am 10.7.2019 im Chemnitzer Rathaus wurden konkrete Zahlen genannt: demnach gibt es eine Chance auf Fernverkehr ab Dezember 2019 (Linie Rostock-Berlin-Dresden bis Chemnitz), Intercity-Linie 17).

Mit der Verlängerung der Linie über Zwickau bis nach München ist wohl erst nach dem Jahr 2030 zu rechnen (fehlender Fahrdraht zwischen Hof und Regensburg).

Die Verlängerung der Intercity-Linie Düsseldorf-Gera bis Chemnitz sei wohl frühestens ab 2028 möglich, da auch hier die Strecke zwischen Weimar-Gera und Gößnitz erst noch elektrifiziert werden muß.

zur Leipziger Strecke: die Bahn rechnet mit dem Abschluss der Elektrifizierung Ende der 2020er-/Anfang der 2030er-Jahre.

Was soll man noch dazu sagen? Wenn das mal keine großartigen Aussichten sind...

Sonntag, 14. April 2019

Plauener "Königskinder"

Nachdem wir im letzten Weihnachtskonzert die Konzertouvertüre aus den "Königskindern" von Humperdinck gespielt hatten, war ich sehr neugierig, die komplette Oper einmal auf der Bühne zu erleben. Dazu hatte ich in Plauen Gelegenheit, wo am 13.4.2019 letztmalig die Produktion des Plauen-Zwickauer Theaters zu sehen und zu hören war.

Kurz gesagt: es war großartig, Bravo und Gratulation zu dieser grandiosen Leistung!

Das Orchester war hinter den Sängern auf der Bühne plaziert, die dadurch die Vorbühne spielerisch nutzten und direkt bis an die erste Reihe heranspielen konnten. Meine anfängliche Skepsis, daß dadurch viel Klarheit und viele Details/Farben des Orchester verloren gingen, wurde aufgewogen durch den Gewinn an Textverständlichkeit, Sängerpräsenz und die perfekte Lautstärkemischung zwischen Gesang und Orchester - es war den Sängern durchgängig möglich, viele Farben einzubringen und es entfiel die Notwendigkeit, ständig über das Orchester kommen zu müssen bzw. dagegen anzusingen. Auf diese Art hat man wundervolle Piano-Töne bei allen gehört, die Gänsehaut erzeugten und das Gehör unglaublich sensibel einstellten - eine Seltenheit bei solch spätromantischen Opern.

Gratulation den Protagonisten des Stückes: Marija Mitić (Gänsemagd), Wonjong Lee (Königssohn) und Sebastian Seitz (Spielmann) erwiesen sich als die perfekten Sänger für dieses Stück: wunderschöne hochkultivierte und ergreifende Stimmen; mit den Tugenden des Liedgesangs konnten sie ohne je zu forcieren die Partien ausdrucksstark gestalten. Durch die große Nähe zum Publikum bekamen die Szenen etwas Kammerspielartiges, so deutlich konnte man die Geschichte auch in den Gesichtern mitlesen.

Bravo an das Orchester und seinen Dirigenten GMD Leo Siberski: wundervolle Klangfarben wurden entfaltet, das ganze hatte einen schönen und organischen Fluß, die nötige Leidenschaft, die Koordination mit den bestens studierten Sängern gelang wundervoll.

Der gutgefüllte Zuschauerraum hat sicher auch die Theaterleitung darin bestätigt, diese Rarität auf den Spielplan gesetzt zu haben, für mich bot der Abend ein großes eindrückliches Erlebnis.

Natürlich wird auch in Plauen (nur) mit Wasser gekocht: so waren auch Sänger zu hören, die der Nähe zum Publikum mißtrauten und durch unnötiges Forcieren den Zauber der Musik beeinträchtigen, der Chorklang konnte mit den Protagonisten nicht mithalten, die Vorstellung wurde am Beginn des 3. Aktes, der ziemlich leise ist, durch laute Geräusche aus dem Foyer gestört - aber das erlebt man auch an anderen Häusern, das nicht immer die Sensibilität fürs Bühnengeschehen vorhanden ist.

Weiter auf diesen Weg, das war eine Bravourleistung! Auch sollte man diese neue Sängerriege weiter im Auge haben!

Donnerstag, 17. Januar 2019

Internetkriminalität - hautnah erlebt!

Während in letzter Zeit der Datendiebstahl von Politikern und Prominenten in den Schlagzeilen war, kann ich (wiedermal) eine eigene Geschichte erzählen:

Kurz vor Weihnachten bekam ich eine Mail von booking.com, in der eine Hotelbuchung im Sheraton Hotel Los Angeles über 10.660 US-Dollar bestätigt wurde, kurz danach eine Mail, in der mitgeteilt wurde, daß die Kreditkarte nicht belastet werden konnte: ich solle doch bitte meine Daten aktualisieren. Ich hatte mich daraufhin sofort mit booking.com in Verbindung gesetzt, dort existierte diese Buchung, ich hab sie sofort als Betrugsversuch gemeldet.  In meinem Kundenkonto tauchte sie nicht auf, war aber im System vorhanden.

Nun das weitere Prozedere: Karte sperren, neue beantragen, Anzeige bei der Polizei erstatten, tägliches Prüfen meines Kontostandes auf unerlaubte Abbuchungen. Entwarnung kam kurz vor Silvester von booking.com: die Buchung wurde kostenfrei storniert.

Mein Glück war höchstwahrscheinlich, daß es für Kreditkarte und Abhebungen Limits bei der Bank gab, die durch diese Buchung deutlich überschritten wurden - deshalb wurde wohl die Karte abgelehnt. 

Unklar ist, ob die Täter ermittelt werden können, vermutlich hat jemand meinen Account gehackt und versucht, mittels so einer Buchung an Geld zu kommen, vielleicht hat auch jemand im System booking.com unerlaubten Zugriff auf meine Daten gehabt; noch ermittelt die Polizei. Da jedoch booking.com in der Niederlande sitzt, ist es leider für die Polizei nicht so einfach, an die benötigten Daten in diesem Fall zu kommen.

Was kann man daraus lernen? Nur das Nötigste an Kreditkarten-u.-Kontodaten preisgeben, diese Daten möglichst nicht dauerhaft auf den Seiten hinterlegen, sichere und unterschiedliche Paßwörter verwenden, die nach Möglichkeit nicht zu erraten sind. Überprüfen der Banklimits der Kreditkarten, häufigeres checken des Kontos.

Besonders fies: das ganze fand über Weihnachten statt: eine Zeit, in der man sich nun wirklich nicht mit solchen Sachen beschäftigen will, in der jede Behörde, jedes Office unterbesetzt ist.

Deshalb: VORSICHT, AUGEN AUF!!!

Update: Aus einer Meldung bei Netzwelt.de geht hervor, daß die Sheraton-Hotelkette offenbar gehackt wurde und massenweise Daten abgegriffen wurden, das dürfte auch die Ursache für den oben beschriebenen Betrug sein.

Samstag, 29. Dezember 2018

Jauchzet, frohlocket!

Zu besonders schönen und ergreifenden Ereignissen wurden für mich die diesjährigen Weihnachtskonzerte im Dezember: zunächst das 4. Sinfoniekonzert, das wir 2 mal in Annaberg und 1 mal in Aue aufführten und danach 2 Konzerte mit Weihnachtsliedern in Seiffen und Olbernhau.

Mittlerweile Tradition (nach 13 Jahren) und doch immer wieder spannend: unser 4. Sinfoniekonzert. In diesem Jahr haben wir den Bogen vom Barock bis in die Spätromantik gespannt: eigentlich gab es nur Werke zu hören, die den meisten Zuhörern unbekannt gewesen sein dürften: herrliche Barockmusiken von Brescianello und Heinichen, Ausschnitte aus "Knecht Ruprechts Werkstatt" von Kienzl, die "Königskinder"-Ouvertüre von Humperdinck, Mendelssohns Trompeten-Ouvertüre und das "Laudamus te" aus Mozarts c-Moll-Messe. Sehr gefreut habe ich mich über zahlreiche Rückmeldungen des Konzertpublikums: jeder hat etwas anderes für sich in dem Programm gefunden - und alle waren erstaunt. Für mich eine schöne Bestätigung, weiter nach interessanten "unerhörten" Werken zu suchen. Nicht zu vergessen: das gemeinsame Weihnachtsliedersingen: es macht große Freude zu erleben, wie wir damit das Publikum direkt ansprechen können.


Gemeinsam mit den Sängern Marlen Bieber und Richard Glöckner gestalteten wir ein Programm unter dem Titel "Alle Jahre wieder" mit Weihnachtsliedern, am Klavier und an der Orgel begleitet. Ich hatte erstmals Gelegenheit, in der Bergkirche Seiffen zu musizieren: Weihnachten in seiner schönsten Form. Diese Kirche nimmt einen sofort gefangen durch ihre besondere Atmosphäre, ein sichtlich ergriffenes Publikum lauschte und man hatte das Gefühl, absolut am richtigen Ort zu sein. Auch das 2. Konzert im Theater Variabel in Olbernhau wurde zu einem beglückenden Ereignis, ich habe sehr viele herzliche und sympathische Menschen kennengelernt. Das war der perfekte Höhepunkt der Weihnachtszeit und ein schöner Jahresabschluß für mich!

Freitag, 14. Dezember 2018

Machtmißbrauch am Theater


Wiebke Göetjes spricht in diesem Interview über Machtmißbrauch am Theater - ähnliches kann wohl jeder Künstler, der nicht zur obersten Leitungsetage gehört, berichten.

Mittwoch, 28. November 2018

Donnerstag, 20. September 2018

There´s no business like showbusiness

...das kann man wohl nach 30 Theaterjahren sagen: und es wird auch in der neuen Spielzeit spannend bleiben: meine Highlights der Saison: im Oktober die Premiere "Annie Get Your Gun" (aus dem obiges Zitat stammt), im Dezember das Weihnachtskonzert (4. Sinfoniekonzert) und im März der "Bettelstudent". 

Rückschau: die diesjährige Greifenstein-Saison war wohl zahlenmäßig die bisher erfolgreichste: wir konnten knapp 42.000 Besucher im Sommer dort begrüßen. Tolle Motivation, wenn der Zuschauerraum jedesmal gut gefüllt ist - das wünschen wir uns jetzt auch für die Hausspielzeit!

In diesem Sinne: There´s no business like showbusiness...

Sonntag, 29. Juli 2018

So geht sächsisch???

Wie jetzt bekannt wurde, hat das Land Sachsen für seine Werbekampagne "So geht sächsisch" in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt 17,2 Milliarden Euro an Steuergeldern ausgegeben. Schlicht und einfach skandalös: vor allem wenn man die große Lücke zwischen Lebensrealität und Wunschdenken  der CDU betrachtet.

Gefördert wurden u.a. der Ski-Weltcup 2018 am Elbufer in Dresden mit mehreren Tonnen Kunstschnee...mittlerweile zerronnen...Werbung für Polizisten und Lehrer - nachdem die Jahre zuvor massiv Stellen abgebaut wurden

Das Geld wäre viel besser in realen Projekten - wie die Förderung der Kultur (Stichwort Haustarifverträge der Theatermitarbeiter - mittlerweile 12 Jahre!) angelegt: die Lebensqualität in den ländlichen Räumen sollte deutlich verbessert werden (Infrastruktur, gesellschaftliches Leben, Teilhabe, Kultur) - die bessere Zufriedenheit der Menschen würde dann schon für sich sprechen.

Donnerstag, 28. Juni 2018

Wo bleibt die Menschlichkeit?

Die Diskussion über den Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland hat einen neuen Tiefpunkt erreicht: nach dem Versuch des Durchdrückens bayerischer Politik in der Flüchtlingsfrage (quais eine Erpressung Merkels, ein Putsch der sog. Schwesterpartei CSU) und der damit verbundenen Destabilisierung Deutschlands und der weiteren Spaltung der Bevölkerung erwägt nun Minister Seehofer, die Mannschaft der "Lifeline", die unter großem Einsatz Flüchtlinge aus dem Mittelmeer vor dem sicheren Tod rettet, zu verklagen: wie schäbig ist das denn? Kreuze in Bayern aufhängen und zuschauen, wie Menschen ertrinken und mögliche Retter zu bestrafen?

weitere Infos zum Verein "Lifeline" hier

Interview mit dem Kapitän der "Lifeline", Claus-Peter Reisch in der Münchner Abendzeitung von 22.7.2018

Artikel 1 unseres Grundgesetzes:
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Freitag, 20. April 2018

zu dritt oder zu viert - Musik für Streicher

Zu einem Kammermusikabend mit Werken für Streicher möchten wir Sie ganz herzlich am 25. April um 19.30 Uhr in den Erzhammer einladen. Im Rahmen des "Konzertmittwochs im Erzhammer" erklingen das Terzett für 2 Violinen und Viola von Antonin Dvorák und seine "Miniaturen" für dieselbe Besetzung. 

Eine Rarität wird im 2. Teil des Konzerts zu hören sein: das Streichquartett fis-Moll des Annaberger Komponisten Peter Gast (Heinrich Köselitz), musiziert von Dirk Bores, Sophie Keiter (Violine), Katharina Overbeck (Viola) und Tilman Trüdinger (Cello).

Das ursprünglich geplante Klavierquintett von Reynaldo Hahn mußte leider wegen meiner Erkrankung abgesagt werden...

Freitag, 9. März 2018

"Blütentraum" vorerst ausgeträumt

Wie das Leben so spielt...Durch eine Erkrankung ist es mir leider nicht möglich, die Endproben und die Premiere "Blossom Time"zu leiten - unser Studienleiter Karl-Friedrich Winter wird diese Arbeit übernehmen. Ich wünsche allen KollegInnen viel Erfolg und eine schöne Premiere!