Samstag, 3. Dezember 2022

Zur Weihnachtszeit...

    

Endlich wieder normale Weihnachten im Erzgebirge: während in der Ukraine ziviles Leben massiv attackiert wird, Menschen sterben oder frierend den Winter erleben, Städte sinnlos zerstört werden, freut sich der Erzgebirger und viele Touristen an seinen wiedergewonnenen Weihnachtsmärkten, alten Traditionen und seiner Geborgenheit (trotz steigender Energiepreise). Wer hätte gedacht, diesen Dezember nach 2 Corona-Jahren so zu erleben.

Auch im Theater "Normalität" fast wie vor 3 Jahren (außer deutlich gesenkten Temperaturen im Foyer): Hänsel und Gretel im Spielplan, daneben Zauberflöte (sozusagen das Tafelsilber des Musiktheaters) - und endlich auch wieder ein Weihnachtskonzert nach traditioneller Art: mit Ausgrabungen (Holborne, Agricola, C.Ph.E. Bach) und Bewährtem (Mozart Sinfonie concertante, Tschaikowsky Dornröschen-Suite) werden wir das Publikum hoffentlich gut aufs Fest einstimmen. Und das Publikum darf endlich wieder Weihnachtslieder mit uns singen.

Renaissance-Musik für Blechbläser von Anthony Holborne wird den Abend eröffnen: Sie werden staunen, wie kunstvoll diese Musik, die über 500 Jahre alt ist, komponiert wurde.

Johann Friedrich Agricola dürfte den wenigsten bekannt sein: ein Musiker aus meiner Heimat: in Dobitschen geboren, studierte er in Leipzig Jura und zudem Komposition bei J.S.Bach. In Berlin hatte er Kontakt auch zum Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel. Die Pastorale ist nur ein Vorgeschmack auf das Weihnachtsoratorium, das sicher auch sehr interessant wäre, gespielt und gehört zu werden.

Michael Schmidt und Yesim Alan sind die Solisten der Sinfonia concertante von Mozart: beides Orchesterkollegen von mir.

Leander de Marel wird die Dornröschen-Suite von Tschaikowsky mit einer märchenhaften Geschichte bereichern, bevor dann  gemeinsam Weihnachtslieder gesungen werden.

Programmheft       Liederblatt

Und ein weiteres Stück Normalität: für den 27. Dezember ist wieder ein Konzert in der Bergkirche Seiffen mit Marlen Bieber und Richard Glöckner geplant:


Und wer bei alldem die Ukraine nicht aus den Augen verloren hat: es gibt die Möglichkeit zu spenden - aus meiner Sicht das Sinnvollste, wie wir von unserer Insel der Seligen aus helfen können: 



Eine schöne Adventszeit und 

Frohe Weihnachten!





Freitag, 11. November 2022

Es wird (hoffentlich!) eine rauschende Ballnacht...


Unter dem Motto "Nacht der Träume" findet am 11. und 12.11. im Erzhammer  Annaberg wieder ein Theaterball - der 28. - nach längerer coronabedingter Pause statt. 

Für uns neues Terrain: ein neuer Spielort, neues Catering, neue technische Abläufe etc. Was bleibt: ein hochmotiviertes Ensemble, das zahlreiche wunderschöne (kann man so sagen!) musikalische Beiträge, die durch spielerische Situationen verbunden werden, vorbereitet hat.

Besonders bei diesem Ball ist das Orchester: wir spielen mit einem 18-köpfigen Salonorchester und haben aus der (Platz-)Not eine Tugend gemacht: alle Stücke wurden von Markus Teichler und mir für diesen Abend bearbeitet und werden vom Klavier aus geleitet - welches Theater hat solche Möglichkeiten am Haus...

Ball-Geflüster im Annaberger Wochenblatt


Sonntag, 2. Oktober 2022

Falstafffffff

Erster Höhepunkt in dieser Spielzeit war für mich das gestrige  (1. Oktober) Nachdirigat der Oper "Falstaff" von William Balfe. Nach langer Zeit stand ich wieder einmal am Dirigentenpult vor einem großen Orchester und hatte eine richtige Oper zu leiten - wie meistens bei den Nachdirigaten ist der größte Teil Hausaufgabe, da ich keine Probe mit Orchester hatte und man am Abend keine Chance besteht, sich an etwas zu gewöhnen - das kann man nur durch Zuhören auf den Proben verinnerlichen und muß es in seinem Kopf vorbereiten.

Megastreß im Vorfeld - dafür aber umso beglückender, wenn es wie gestern dann doch sehr gut funktioniert - und man dank eines großartigen Ensembles (Solisten, Orchester, Chor) großartig unterstützt wird. Ich konnte diese Sympathiewellen deutlich spüren, sie haben mich sehr getragen.

Morgen am 3. Oktober folgt die 2. Vorstellung....



Der schöne Will (Nadja Schimonsky) und Falstaff (Laszlo Varga) in der Inszenierung von Christian von Götz

Mittwoch, 13. Juli 2022

Santa Maria...

 ...liegt ab jetzt (auch) auf den Greifensteinen: am 9.Juli hatte die Show mit Hits von Roland Kaiser Premiere bei uns. Wie immer war´s spannend, ob das Wetter wieder einen Strich durch die Rechnung machen würde, selbst 5 Minuten vor Stückbeginn schüttete es wiedermal.

Dem Publikum hats gefallen, wie man auch aus den vom MDR eingefangenen Stimmen hört.

Eine lockere Story bot den Rahmen für die bekannten Roland-Kaiser-Schlager, die das Publikum natürlich alle kannte - Grund, kräftig mitzufeiern und den (bedrückenden) Alltag hinter sich zu lassen. Sorglose Unterhaltung für Groß und Klein. 10 Mal haben wir diese Saison noch Gelegenheit, das Stück zu spielen.




Samstag, 9. Juli 2022

schöne Würdigung

Über unsere "Liebesbrief-nach-Ladenschluß"- Produktion wurde in der letzten "Orchester"-Ausgabe (7/8 2022) deutschlandweit berichtet: Roland Dippel hat eine sehr lobenden Artikel geschrieben.

Kritik von Roland Dippel

Freitag, 1. April 2022

Es war schön, hier zu sein...

 ...das wird hoffentlich unser Publikum sagen, wenn es unsere neue Musicalpremiere erlebt hat: Samstag, den 2.4. wird (hoffentlich!!!) "Liebesbrief nach Ladenschluss" (original "She Loves Me") über die Bühne gehen.

Das Stück spielt 1934 in einer Budapester Parfümerie (bei uns eher zeitlos), Jerry Bock hat es 1 Jahr vor "Anatevka" komponiert, im April 1963 hatte es am Broadway die erste Aufführungsserie. Es ist ein zauberhaftes Stück über den Mikrokosmos der Angestellten und Kundinnen mit einer sehr originellen Musik, vielen Ohrwürmern und einer großartigen Verquickung mit der Szene. Dominik Wilgenbus hat dieses Werk bei uns in einer temporeichen Fassung inszeniert .


Die Hauptpersonen Amalia und Georg sind auf Partnersuche und schreiben Liebesbriefe - was sie zuerst nicht wissen, daß diese Briefe an den jeweils anderen gerichtet sind, den sie im Alltag nicht besonders leiden können und für den sie bisher keinen Blick hatten. Das Happy End ist eigentlich klar, der Weg dahin aber sehr reizvoll erzählt. Der Stoff wurde bereits von Ernst Lubitsch verfilmt, eine neuere Verfilmung gab es 1998 mit Tom Hanks und Meg Ryan ("e-m@il für Dich").

Mittwoch, 16. Februar 2022

 Zu einem besonders schönen Ferienauftakt geriet für mich ein Konzert, das ursprünglich nicht geplant war: da in dieser Spielzeit coronabedingt keine Weihnachtskonzerte stattfanden, hat unser GMD mir ein Philharmonisches (das 6.) Konzert in Annaberg überlassen, das am 14.2.2022 im Theater stattfand. 

Besondere Schwierigkeit: ich habe in dem Konzert Mendelssohns Reformationssinfonie quasi nachdirigiert: es gab nur eine Anspielprobe vor dem Konzert zur Verständigung. Selbstverständlich war ich mit bei den Orchesterproben und habe auch das Konzert in Aue miterlebt - somit war ich mit der Interpretation vom GMD ziemlich vertraut - trotzdem war´s eine große Herausforderung, man hatte vorher keine Gelegenheit, die ganze Sinfonie "in den Händen" zu halten.

Umso zufriedener war ich nach dem Konzert. ich habe gemerkt, daß ich diese Aufgabe gut meistern und meine Vorstellungen einbringen konnte, hatte auch das Gefühl, daß sich das Orchester mit mir wohl gefühlt hat. Dank einer hervorragenden Einstudierung gab es keine Unklarheiten - das waren beste Voraussetzungen.

Über das Bach-Konzert kann ich nur berichten, daß es sehr schön war: Solisten und Orchester haben klasse gespielt, als Dirigent gibts da sehr wenig zu tun. Spannend ist aber immer die Auseinandersetzung mit Barockmusik: man hat deutlich mehr Spielraum für Interpretationen (und Auseinandersetzungen darüber).

Dienstag, 7. Dezember 2021

Freitag, 3. Dezember 2021

Die ETO GmbH stellt den Spielbetrieb des Eduard-von-Winterstein-Theaters Annaberg-Buchholz und der Erzgebirgischen Philharmonie Aue bis voraussichtlich dem 9. Januar 2022 ein.

Freitag, 19. November 2021

Das Gebot der Stunde:

Helfen Sie mit, wieder gesellschaftliches Leben zu ermöglichen!


 

Die Stimme der Vernunft

 Wie sehen unsere hiesigen Mediziner die Lage im Gebirge? Einen eindrucksvollen und dringlichen  Brandbrief an die Landräte und Bürgermeister im Erzgebirgskreis hat Dr. Ketteler vom Auer Helios-Klinikum verfaßt:

https://www.wochenendspiegel.de/klartext/

Und endlich hats auch unser OB kapiert, daß die Gesundheit wichtiger als der Weihnachtsmarkt ist:




Donnerstag, 18. November 2021

Die Welt schaut nach Annaberg...

 Artikel in der New York Times

Und wiedermal haben wir traurige Berühmtheit erlangt: jetzt spricht man sogar in New York  von der seltsamen Art und Weise, im Erzgebirge und speziell in Annaberg mit der Corona-Situation umzugehen.

Unerträglich, daß in der Stadt ein rechtsfreier Raum herrscht und weder Stadt noch Kreis sich in der Pflicht sehen, geltenden Regeln zu kontrollieren und einzufordern. Auch scheint der OB gerade mehr an der Organisation des Weihnachtsmarktes interessiert zu sein als am Schutz der Stadtbevölkerung.

Man begreift es nicht, wie man so dickschädlig sein kann und sich so gegen das offensichtliche, durch weltweite Forschung und Studien bestätigte Wissen, sträubt: dieses grundlegende Mißtrauen gegen die Corona-Impfung, die meiner Meinung nach der einzige Weg aus der Pandemie sein kann.

Die Impfquote im Erzgebirgskreis spricht für sich: Stand 18.11.2021 liegt sie bei 44,7% und dürfte damit eine der niedrigsten in Deutschland sein. Man hat auch nicht den Eindruck, daß Kreis und Stadt besonders offensiv für Impfungen werben, es entsteht der Eindruck, daß auch unser Stadtoberhaupt eher zu den Impfgegnern gehört. 

Mobile Impfteams in Annaberg? Zur Zeit meines Wissens - Fehlanzeige. Um einen Booster zu bekommen, hat man entweder das Glück, einen tollen Hausarzt zu haben - oder man fährt in umliegende Städte und Dörfer und stellt sich mehrere Stunden lang nach einer Impfung an.

Was für ein trauriges Bild gibt unsere Region ab! So geht sächsisch??? Einfach nur deprimierend.

Entgegnung in der Freien Presse



Freitag, 17. September 2021

Neustart: Erzgebirgische Theater


Mit einem Theaterfest wurde am 11. September die neue Spielzeit durch unseren neuen Intendanten Moritz Gogg eröffnet. 

bewährter Programmpunkt: Das Ensemble singt für Sie

Da auch gleichzeitig ein neuer GMD - Jens Georg Bachmann - sein Amt in Annaberg antritt, bedeutet das für Mitarbeiter und Publikum eine ziemlich große Zäsur und kommt einen Neuanfang gleich, der sich auch in einem neuen Internetauftritt und einem neuen Erscheinungsbild widerspiegelt.

Programmatisch erwarten das Publikum viele neue und interessante Stücke und auch neue Gesichter im Ensemble; das volle Programm finden Sie hier auf der Theater-Homepage.

Hervorheben möchte ich die erste Musiktheater-Premiere der Spielzeit: am 18. September feiert die Oper "Leonce und Lena" bei uns Premiere: die Musik hat der Österreicher Erich Zeisl komponiert, der Text ist nach dem Lustspiel von Georg Büchner verfaßt.

Ich hatte das Vergnügen, einige Endproben mit Orchester zu leiten und bin völlig angetan von diesem Werk: wie viele Stücke jüdischer Komponisten ist es nach 1938 - nach der Vertreibung der Juden aus Österreich - nicht gespielt worden, eine deutsche Erstaufführung kam in der Entstehungszeit nicht zustande - wir sind das erste Theater in Deutschland, was diesem genialen Werk eine späte Genugtuung der Inszenierung zukommen läßt. Schmerzlich die Frage, wie so ein Meisterwerk einfach vergessen und übersehen werden konnte bzw. warum es so lange dauert, bis dieses Werk seinen Weg auf die Bühne gefunden hat. 

Musikalisch ist es ein absolutes Meisterwerk und widerspiegelt die Zeitströmungen der 20ger und 30ger Jahre: eher aus dem Singspiel kommend, meint man den Orchesterliedern Gustav Mahlers zu begegnen, Prokofjew und Richard Strauss lassen grüßen, aber auch Korngold und Zemlinsky - trotzdem bleibt die Klangsprache höchst originell und unverwechselbar und bedient die Szene hervorragend.

Leider (Corona geschuldet) wird man diese Oper bei uns nur in eingeschränkter Orchesterfassung hören, wir mußten die Besetzung reduzieren, deshalb wir die ganze Schönheit der Partitur leider nicht zu erleben sein. Trotzdem sind wir sehr stolz, diesem Meister die Ehre zu erweisen, ich freue mich auch auf meine Nachdirigate des Stücks.

Greifensteine, Ende der Intendanz von Dr. Huhn, Sommerkonzerte

Viel zu schnell ist der Sommer vorübergerast: nach einer erfolgreichen Vogelhändler-Premiere mit einem wunderbaren Adam (Timo Rößner) haben wir bis Ende August auf der Bühne gespielt und zur letzten Rössl-Vorstellung Herrn Dr. Huhn nach 11 Jahren Intendanz coram publico in den Ruhestand verabschiedet. Es war sehr bewegend, hat man doch erlebt, wie sehr er an diesem Theater mit seinen Kollegen hängt und wie schwer es fällt, loszulassen und die Geschicke dieses Hauses zukünftig nicht mehr zu bestimmen.

Es waren ein Großteil der Kollegen und sehr viele Weggefährten anwesend, ihm für die geleistete Arbeit Danke zu sagen und alles Gute zu wünschen.





Zum Sommer gehören auch die Konzerte, die ich in diesem Jahr geleitet habe: Annaberg, Lugau, Aue, Olbernhau und Bad Schlema waren die Orte, an denen unser "Sommertanz" gespielt wurde - sicher nicht eins der üblichen "gängigen" Programme - aber dafür mit vielen interessanten Stücken für kleinere Besetzungen, die die Neugier geweckt haben. Besonders schön ist mir das 1. Konzert in der Annenkirche dabei in Erinnerung, wo die leiseren und feinere Stücke wundervoll zum Tragen gekommen sind. Gewonnen hat das Konzert auch durch die sachkundige Moderation von Dr. Huhn, der natürlich als Musikwissenschaftler in seinem Element war.


Interessant auch zu sehen, daß es bei der Durchführung und Organisation dieser Konzerte noch viel zu verbessern gibt, damit wir als Philharmonie wahrgenommen werden können - eine zeitgemäße Präsentation gehört heute einfach dazu, das erwartet auch das Publikum...für die neuen Chefs zum Mitnehmen...

Mittwoch, 16. Juni 2021

Wir machen (wieder) Musik!


Herzliche Einladung zu den Sommerkonzerten der Erzgebirgischen Philharmonie: nach langer Pause ist unser Orchester wieder live zu hören und zu erleben! Wir starten mit einem sommerlich-luftigen Klassik-Programm, noch in kleinerer Besetzung aber mit interessanten und unterhaltsamen Werken der Klassik. 

Werke von Mozart, Fauré, Mendelssohn-Bartholdy, Dvorak, Honegger, Schubert und Elgar werden zu hören sein; den Auftakt macht das Konzert vor der Annenkirche am 25.6. (bei Regen in der Kirche), danach werden wir das Programm in unserem Kulturraum noch mehrfach aufführen, die Termine finden Sie hier.

Lassen Sie sich von uns verführen, Sommer und Musik gemeinsam zu genießen!

 

Mittwoch, 5. Mai 2021

Grüß Euch Gott, alle miteinander!


Die letzten 3 Tage gab es bei uns fast schon eine Rückkehr zum normalen Arbeitsalltag: im Kulturhaus Aue fanden Aufnahmen zum "Vogelhändler" statt - natürlich mit den geltenden AHA-Regeln und Mitarbeitertestungen. Die Operette soll in diesem Sommer auf den Greifensteinen Premiere haben.  Ich glaube, allen hat es großen Spaß gemacht, nach so langer Zeit wieder zusammen zu musizieren und die Kollegen wiederzusehen. Pandemiebedingt konnten wir nur Teile neu aufnehmen, den Großteil der Nummern (mit Chor) verwenden wir aus der Aufnahme von 2005. Auch wenn es sicher Brüche im Klangbild geben wird - das wird uns das Publikum sicher verzeihen.

Für mich ist das der erste "Vogelhändler" - und es war sehr interessant, die beiden anderen Zeller-Operetten, an denen wir gearbeitet haben (Obersteiger und Kellermeister) mit diesem Meisterwerk zu vergleichen. Es fällt auf, daß es in allen Stücken ähnliche Charaktere gibt; auch die musikalischen Strukturen ähneln sich stark. Bewunderswert Zellers Fähigkeit, unsterbliche Melodien zu komponieren; Ohrwürmer, die sich richtig festsetzen. Geflügelte Worte haben es in den Alltag geschafft (...denn bei der Post gehts nicht so schnell, noh amahl, Grüß Euch Gott, alle miteinander...). 

Um dieses Werk ist es hierzulande in den letzten Jahren recht still geworden - höchste Zeit für eine Neuinszenierung auf den Greifensteinen. Das wird gleichzeitig die Abschiedsinszenierung von Dr. Huhn werden, der am Ende der Spielzeit seine Intendanz in Annaberg beenden wird.

Hoffen wir, daß wir spielen können!

Dienstag, 16. März 2021

Ja, mir san mit´n Rad´l da...

Es soll ja auch noch andere Nachrichten außer Corona geben...

Heute ist der Fahrradklimatest 2020 des ADFC für Deutschland veröffentlicht worden: leider findet sich Annaberg-Buchholz so ziemlich am Ende der Tabelle wieder: bei den Kommunen unter 20.000 Einwohnern belegt unsere Stadt Platz 410 von 418 ... 😟

Das dürfte weitestgehend die traurige Realität hier widerspiegeln: in der Stadt ist Fahrradfahren wahrlich kein Vergnügen - und das liegt nicht nur an der Topographie: keine vernünftigen Fahrradwege in der Innenstadt, die Anbindung ans Umland (z.B. Greifensteinregion) ist ein lebensgefährliches Trauerspiel, beim Fahrradweg nach Bärenstein ist man jetzt immerhin soweit, das letzte Stück zu planen - trotz ebike-Boom der letzten Zeit, trotz des enormen touristischen Potenzials wird das Rad hier noch sträflich vernachlässigt. Schulterzucken...

Die "Hauptstadt des Erzgebirges" glänzt wieder mal wie in so vielen anderen Bereichen besonders matt...

Sonntag, 20. Dezember 2020

Weihnachten am Kamin

 

das sind 2 Klavierstücke aus den "Jahreszeiten" op. 37a von Peter I. Tschaikowsky, die ich meinen Lesern als musikalisches Weihnachtspräsent zu Gehör bringen möchte - nachdem dieser Dezember bisher so sang-und klanglos gewesen ist. Möge die Musik von den täglichen Nachrichten ablenken und die Hoffnung auf bessere Zeiten vermitteln - und natürlich auch die Besinnlichkeit, die Weihnachten innewohnt.
Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch diese Zeit!


Mittwoch, 2. Dezember 2020

endlich wieder ganz oben!

 

Der Erzgebirgskreis mit seinen Bewohnern hat es wieder mal geschafft, die Tabelle der C-Neuinfektionen anzuführen und dabei sogar Hildburghausen hinter sich zu lassen! (Stand 2.12., Quelle: Zeit.de).

Schöne Vorweihnachtszeit: der Theaterbetrieb inklusive aller Weihnachtskonzerte ist auf unbestimmte Zeit abgesagt, keiner kann einen Termin, wann es wieder losgeht, auch nur ansatzweise nennen - derweil "protestieren" am 1.12. wieder ca. 200 Personen in der Stadt gegen Corona-Beschränkungen - und das im Namen des Volkshelden Karl Stülpner. 

Verstehe einer die Welt noch - der Landrat wirkt in seiner heutigen Pressekonferenz hilflos, vom Bürgermeister ist nichts zu hören (letzter Facebook-Post auf der Stadt-Homepage vom 30. Oktober, darüberhinaus nur sehr dürftige Informationen.)  Die Schilder in der Fußgängerzone, die auf die Maskenpflicht hinweisen sollten, waren nach wenigen Tagen wieder verschwunden und werden auch nicht ersetzt - es kontrolliert ja eh keiner; in den Geschäften wird man mittlerweile groß angeschaut, wenn man die Maske korrekt trägt und sich nicht nur ein Alibi-Fähnchen irgendwie vor den Mund hält (wenn überhaupt).

Ist es Resignation oder nur grenzenlose Dummheit? Bekommt man von der Lage in den Krankenhäusern nichts mit, sind einem die vielen Schwerkranken und Toten egal? Mitmenschlichkeit? Respekt, Anstand, Empathie?

Ein Großteil ist sicher dabei, die aus Prinzip mißtrauisch gegen alles sind, was "von oben" kommt oder angeordnet wird; Pegida oder AfD sammeln gerne diese Wutbürger auf, ist ja kein Geheimnis. Natürlich schmerzt der Verlust vom Weihnachtsmarkt und dem ganzen Drumherum - aber durch Ignoranz wird die Situation nicht besser sondern dauert dann eben noch länger; ist das gewollt? Traurig, traurig...

Interview mit MP Kretschmer vom 3.12.20


Donnerstag, 26. November 2020

tatatataaaaaa (Fermate) - tatatataaaaaa (2 Takte+Fermate)

Neben den vielen Corona-Horrormeldungen mal wieder etwas positives: heute fanden die ersten Probedirigate für die neu zu besetzende GMD - Position im Kulturhaus Aue statt - natürlich unter strengen Hygienevorgaben mit entsprechenden Abständen und Mundschutz. Auf dem Programm steht - siehe oben - der Anfang von Beethovens 5. Sinfonie, die Fledermaus-Ouvertüre, eine Arie mit Rezitativ aus "Don Giovanni" und der Anfang der Sheherazade. Genug Stoff, um in einer Stunde sein musikalisches Weltbild und sein schlagtechnisches Können zu zeigen. 

Speziell heute (am 1. Tag) hat mir gefallen, daß jeder Kandidat interessante und klare musikalische Vorstellungen hatte, die er auch kommunizieren konnte - idealerweise durch sein Dirigat, ergänzenderweise durch eine überzeugende Orchester-Ansprache. Nur soviel sei verraten, daß aus meiner Sicht durchaus schon heute ein potenzieller Kandidat dabei war. 

Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und auf eine gute Kommunikation mit einem neuen musikalischen Leiter oder einer Leiterin - die nächste Spielzeit wird auch durch den neuen Intendanten bestimmt sehr spannend werden. Doch zuerst noch weitere Probedirigate...

Sonntag, 30. August 2020

Colors Of Nature in Schwarzenberg

 





Zu einem wunderschönen Ereignis wurde das Konzert auf der Schwarzenberger Freilichtbühne am 21.August: unter dem Titel "Colors of Nature" fand eine spektakuläre Multimedia-Show mit Feuerwerk, Lasereffekten und Videos statt. Und natürlich mit viel Musik: im 1.Teil des Konzertes spielten wir ein Sommerkonzert, im 2. dann große Teile aus Vivaldis "Vier Jahreszeiten", umrahmt von diversen anderen Werken. Bettina Grothkopf und Michael Schmidt setzten besondere Glanzpunkte.

Ich denke, daß nach der Corona-Konzert-Pause dieses Event, das unter C-Bedingungen durchgeführt wurde, dem Publikum ein deutliches Zeichen setzte, daß es auch wieder eine Zeit nach Corona mit viel Kultur und Lebensfreude geben wird; anders als bei den derzeitigen Demos in Berlin hielten sich Publikum und Akteure an die geltenden Abstandsregeln und bewiesen die nötige Einsicht, um solche Konzerte durchführen zu können.

Großen Dank an Enrico Oswald und seiner Laser Event Company, die dieses Konzert organisierten und die nötige Entschlossenheit mitbrachten, es unter den aktuellen Bedingungen durchzuführen - und an Lutz Gerlach und Ulrike Mai, die dieses Projekt musikalisch auf den Weg gebracht haben - ein großartiges Beispiel einer künstlerischen Zusammenarbeit mit unserem Orchester.

Mittwoch, 12. August 2020

Aber meine Herrrrschaften!!!

 

...am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür...

Bei uns liegt der Wolfgangsee auf den Greifensteinen - und natürlich ist in diesem Jahr der Urlaub im Salzkammergut ein anderer wie gewohnt - nichtsdestotrotz freuen wir uns alle sehr auf die bevorstehende Premiere. Statt 1200 Besuchern können nur ca. 400 kommen - und auch im "Weißen Rössl" kehrt nur eine überschaubare Gästeschar ein - die das aber durch ihre Spielfreude/wut alles kompensieren wird - auch die Ohrwürmer werden in gewohnter Orchesterqualität zu hören sein, da wir bereits im Januar das Stück mit vollem Orchester aufgenommen haben.

weitere Infos und Karten

Besuchen Sie uns!

Kritik im Annaberger Wochenblatt

Kritik von Frieder Krause


Donnerstag, 16. Juli 2020

Spannende Zeiten: neuer Intendant vorgestellt

Auf der gestrigen Betriebsversammlung (15.7.2020) wurde dem Ensemble vom Landrat Frank Vogel ein neuer Theaterintendant für die Spielzeit 2021/22 vorgestellt. In seiner Rede hob der Landrat zunächst die Verdienste von Dr. Huhn, der auch anwesend war, um das Annaberger Theater hervor, betonte aber auch, daß man neue Impulse für notwendig hält.

Nachdem man beschloss, Herrn Dr. Huhn 2021 in die Altersrente zu verabschieden, gab es ein Auswahlverfahren, an dem die Kulturexperten, der Chemnitzer Intendant Dr. Dittrich und die Träger des ETO GmbH beteiligt waren. 

Einstimmig wurde Moritz Gogg (derzeit Operndirektor und KBB-Chef am Theater Gießen) gewählt, das Haus ab 2021 zu führen. Herr Gogg war anwesend und hat sich in einer begeisternden Rede, in der er seine Visionen umrissen hat, dem Ensemble vorgestellt.

Im wesentlichen läuft es auf eine ähnliche strategische Linie wie die von Dr. Huhn hinaus: Raritäten, um überregionale Aufmerksamkeit zu erregen, viel Familientheater, Moderne auch im Konzertbereich, Familientheater, Verwurzelung in der Region, Jugendarbeit, Angebote, um jüngeres Publikum ins Haus zu holen, Zusammenarbeit mit den sächsischen Musikhochschulen.

Herr Gogg hat reiche Erfahrungen vorzuweisen: 14 Jahre als Sänger im Ensemble der Hamburger Staatsoper, künstlerischer Betriebsleiter am Brucknerhaus Linz, Operndirektor im Theater Gießen - das alles deutet auf breite Erfahrungen im künstlerischen wie organisatorischen Bereich hin. 

Bei mir entstand der Eindruck, daß das Auswahlverfahren fair, transparent und nachvollziehbar stattgefunden hat - jetzt kann man sehr auf die nächste Zeit gespannt sein: auf die letzte Saison von Dr. Huhn, auf den Übergang und auf die Neuausrichtung 2021. Spannend!

Montag, 6. Juli 2020

schnelles Internet in Annaberg

...läßt leider immer noch auf sich warten: laut Breitbandinitiative der Bundesregierung soll bis Ende 2025 Deutschland eigentlich über Gigabit-Netze verfügen. Ich habe mir mal den Spaß gemacht, den aktuellen Stand im Stadtzentrum Annaberg (Welterberegion, "Hauptstadt" des Erzgebirgskreises) zu googeln: das Ergebnis ist ernüchternd.

Für 68% der Bevölkerung ist DSL 50 nicht möglich, der Glasfaserausbau liegt bei 1%, was sagt man dazu...
Corona bringt diese Mankos an die Oberfläche: ca 40 Minuten upload für ein 3-Minuten-HD-Video nimmt einem jeglichen Spaß an der Videoproduktion und verhindert, daß man das Internet als Arbeitsmittel nutzen kann - ich kann mir auch kaum vorstellen, daß sich dieser Zustand bis 2025 hier ändert (es geht doch auch so...).

Infrastruktur: immerhin hat die Stadt jetzt mal wieder eine Umfrage zum Fuß-u.-Radverkehr gestartet, die letzte fand 2004 (!) statt. Auch spätestens seit Corona dürfte sich herumgesprochen haben, daß mit ebikes auch im Gebirge Radfahren möglich und sinnvoll ist und es höchste Zeit ist, dieser Art der (gesunden) Fortbewegung vernünftigen Platz und Raum zu geben.

Das ganze Dilemma (Zwischenstand von 2017) läßt sich hier noch einmal nachlesen. Und hier die Meinung des ADFC zu Fahrradwegen an der B95 (auch ein Dauerbrenner).

Hinter den sieben Bergen...von einer modernen Metropole kann man in beiden Fällen wohl kaum sprechen...

Freitag, 3. Juli 2020

Willkommen auf den Greifensteinen!


Mit aller gebotenen Vorsicht und vielen Hygienekonzepten werden wir versuchen, einen Spielbetrieb auf den Greifensteinen zu ermöglichen. Uns ist klar, daß es keine normale Freiluftsaison werden wird, obwohl nebenan am Stauweiher Corona schon längst Geschichte zu sein scheint und die Leute völlig verdrängen, daß das Virus immer noch eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle bleibt.

Deshalb wird es bei uns nur 400 Plätze geben, die nur online buchbar sind, Abstandsregeln im Gelände für die Zuschauer, feste Sitzplätze und Einbahnstraßenregeln.

Auch für die Bühne gibt es starke Einschränkungen: auch hier gelten verschiedene Mindestabstände. Das führt dazu, daß man kein "normales" Theater erleben wird - alle werden auf Distanz bleiben und spielen. Und weniger Bühnenpersonal wird zum Einsatz kommen: so wird z.B. unsere Neuproduktion "Im Weißen Rössl"  eine kleine Version ohne Chor werden.

Es ist ein Vorteil für uns, daß wir seit Jahren in den Musiktheaterproduktionen mit Orchester- u.- Chorplaybacks arbeiten: so können wir eine neue Produktion auf die Bühne bringen: Greifenstein-Memory, mehr oder weniger ein Konzert mit beliebten Melodien aus Operette und Oper. Desweiteren bleiben 2 Kinderstücke im Repertoire: Neues vom Räuber Hotzenplotz und der Zauberer von Oz. Das Schauspiel produziert einen Musicalabend mit Live-Band: Jukebox.

Wir hoffen trotzdem, daß wir den Sommer mit Musik und Spiel bereichern werden und wieder Lebensfreude zum Publikum bringen; besuchen Sie uns und sichern Sie sich Ihre Karten online unter www.winterstein-theater.de

Mittwoch, 18. März 2020

Gesund bleiben...

ist momentan das Gebot der Stunde: wie auch in anderen Theatern Deutschlands wurde bei uns der Spiel-u.- Probenbetrieb wegen Corona-Ansteckungsgefahr vorerst eingestellt. Keiner kann momentan die Auswirkung überblicken, auch nicht auf die Sommersaison auf den Greifensteinen. Bis dahin heißt es für alle: soziale Kontakte einschränken, Hände waschen, geduldig bleiben...😒...und im Homeoffice weiterarbeiten...

Als kleine "Seelentröster" werde ich hier einige im Homeoffice produzierte Videos veröffentlichen; es ist natürlich nicht CD-reif; was man halt auf einem elektrischen Flügel so machen kann. Aber vielleicht hilft das ja, die theaterlosen Zeiten etwas besser zu ertragen...

Freitag, 24. Januar 2020



Eigentlich müßte noch der Name eines weiteren Komponisten auf dem Programm stehen: W.A. Mozart: alle Komponisten im Konzert sind mit diesem Namen verknüpft: Mozart lernte selbst in Mannheim die Arbeit der Hofkapelle mit ihrem Gründer Johann Stamitz und dem Komponisten Franz Xaver Richter kennen, in Salzburg beherrschte Michael Haydn das Feld der Kirchenmusik über 43 Jahre und Ignaz Pleyel war wohl Michael Haydns berühmtester Schüler. Pleyel und Richter waren überdies beide Organisten am Straßburger Münster.

Man wird hören, daß es im 18. Jhd. durchaus ein breites und blühendes allgemeines Musikleben gab, das Mozart vorfand und aus dem er durchaus viele Anregungen schöpfte.

Ich freue mich besonders, daß wir Aufführungsmaterial der Pleyel-Gesellschaft für dieses Konzert erwerben konnten.

Kritik im Annaberger Wochenblatt

Montag, 13. Januar 2020

in memoriam Sigrid Runge

Am 1. Januar 2020 ist meine erste Klavierlehrerin Sigrid Runge im Alter von 93 Jahren gestorben.

Frau Runge verdanke ich mein heutiges Leben als Musiker: sie war es, die mir 8-jährigen Arbeiterkind die Welt der Musik erschlossen hat. 6 Jahre lang bin ich regelmäßig zum Klavierunterricht nach Gößnitz gefahren: es hat mir immer Spaß gemacht zu üben, aufzutreten und die gestellten Aufgaben zu erfüllen: die Unterrichtsatmosphäre war immer entspannt, liebevoll und durch ein wunderbares Lehrer-Schüler-Verhältnis geprägt. Voller Stolz wechselte ich dann in die Kinderklasse der Leipziger Hochschule, ab da wurde es kompliziert und die Leichtigkeit, mit der man in den frühen Jahren musiziert hat, ging so langsam verloren...

Ich bewundere noch heute ihr großes pädagogisches Geschick: sie hat mich scheinbar mühelos durch die Anfängerjahre geleitet und mir dabei die Liebe zur Musik weitergegeben.

Aus heutiger Sicht betrachtet, gehörte damals auch unglaublich viel Energie dazu, in diesem Winkel des Bezirkes Leipzig ein Musikleben zu entwickeln und zu pflegen - als Leiterin der Außenstelle Gößnitz hat sie über die vielen Jahre mit ihrem Unterricht eine großartige Aufbauarbeit geleistet, die dann später ihre Kinder fortgesetzt haben. Voller Stolz wurde in Schmölln nach der Wende eine eigenständige Musikschule eröffnet, die ihr Sohn Holger leitet - das alles ist ohne das Werk von Frau Runge nicht denkbar. Sie hat die Menschen in ihrer Umgebung geprägt und deutliche Spuren hinterlassen.

Meine letzte persönliche Begegnung mit ihr war zu den Weihnachtskonzerten 2014, als ihr Enkel Elias mit uns spielte und sie zu den Proben und Konzerten anwesend war: es war mir eine große Freude, etwas von dem zurückzugeben, was ich vor vielen Jahren von ihr bekommen habe.

Sie war eine großartige Frau, an die ich mich immer erinnern werde!

Dienstag, 31. Dezember 2019

Weihnachten war eine schöne Zeit...

ohne kreislersche Ironie: anstrengend aber wunderschön waren die Tage zwischen Mitte Dezember bis Jahresende: das Weihnachtskonzert, das wir wie immer 3 mal spielten (2mal in Annaberg, 1mal in der Nikolaikirche Aue), war mein Konzerthöhepunkt in dieser Spielzeit: ca. 1100 Zuhörer dürften wir damit erreicht haben.
 
Gelobt wurde allgemein die Farbigkeit und Spannbreite der gespielten Werke: vom Barock in kleiner Besetzung bis zur großen russischen Romantik war für jeden etwas dabei. Besonders schön war auch das gemeinsame Weihnachtslieder-Singen mit dem Publikum, das in Annaberg tatkräftig vom Hauschor unterstützt wurde.


Neben Obersteiger und Bettelstudent standen wieder 2 kleinere Konzerte mit den jungen Sängern  Marlen Bieber und Richard Glöckner aus Seiffen an: am 27. musizierten wir in der Seiffener Rundkirche und am 29. im Theater Variabel in Olbernhau: beide Konzerte waren sehr anrührend: in Seiffen kann man sich der weihnachtlichen Atmosphäre überhaupt nicht entziehen, die kleine Kirche schafft eine besondere Intimität zum Publikum; in Olbernhau beeindruckte die Herzlichkeit und Offenheit des Publikums und der Gastgeber im Theater Variabel.

Zeit zum Ausruhen? Eher nein, im Januar wollen wir die Aufnahmen für die Greifenstein-Saison machen (die "Banditen" von Offenbach), Anfang Februar folgt dann eine Klassik am Nachmittag, für die auch noch Noten geschrieben werden, Cinderella muß auf den Weg gebracht werden - es wird nicht langweilig. Aber die letzte Zeit hat mir wieder gezeigt, daß es sich lohnt, sich ins Zeug zu legen und seine Arbeit mit Herzblut zu machen.

Guten Rutsch und ein erfolgreiches, glückliches und gesundes Jahr 2020!