Freitag, 1. April 2022

Es war schön, hier zu sein...

 ...das wird hoffentlich unser Publikum sagen, wenn es unsere neue Musicalpremiere erlebt hat: Samstag, den 2.4. wird (hoffentlich!!!) "Liebesbrief nach Ladenschluss" (original "She Loves Me") über die Bühne gehen.

Das Stück spielt 1934 in einer Budapester Parfümerie (bei uns eher zeitlos), Jerry Bock hat es 1 Jahr vor "Anatevka" komponiert, im April 1963 hatte es am Broadway die erste Aufführungsserie. Es ist ein zauberhaftes Stück über den Mikrokosmos der Angestellten und Kundinnen mit einer sehr originellen Musik, vielen Ohrwürmern und einer großartigen Verquickung mit der Szene. Dominik Wilgenbus hat dieses Werk bei uns in einer temporeichen Fassung inszeniert .


Die Hauptpersonen Amalia und Georg sind auf Partnersuche und schreiben Liebesbriefe - was sie zuerst nicht wissen, daß diese Briefe an den jeweils anderen gerichtet sind, den sie im Alltag nicht besonders leiden können und für den sie bisher keinen Blick hatten. Das Happy End ist eigentlich klar, der Weg dahin aber sehr reizvoll erzählt. Der Stoff wurde bereits von Ernst Lubitsch verfilmt, eine neuere Verfilmung gab es 1998 mit Tom Hanks und Meg Ryan ("e-m@il für Dich").

Mittwoch, 16. Februar 2022

 Zu einem besonders schönen Ferienauftakt geriet für mich ein Konzert, das ursprünglich nicht geplant war: da in dieser Spielzeit coronabedingt keine Weihnachtskonzerte stattfanden, hat unser GMD mir ein Philharmonisches (das 6.) Konzert in Annaberg überlassen, das am 14.2.2022 im Theater stattfand. 

Besondere Schwierigkeit: ich habe in dem Konzert Mendelssohns Reformationssinfonie quasi nachdirigiert: es gab nur eine Anspielprobe vor dem Konzert zur Verständigung. Selbstverständlich war ich mit bei den Orchesterproben und habe auch das Konzert in Aue miterlebt - somit war ich mit der Interpretation vom GMD ziemlich vertraut - trotzdem war´s eine große Herausforderung, man hatte vorher keine Gelegenheit, die ganze Sinfonie "in den Händen" zu halten.

Umso zufriedener war ich nach dem Konzert. ich habe gemerkt, daß ich diese Aufgabe gut meistern und meine Vorstellungen einbringen konnte, hatte auch das Gefühl, daß sich das Orchester mit mir wohl gefühlt hat. Dank einer hervorragenden Einstudierung gab es keine Unklarheiten - das waren beste Voraussetzungen.

Über das Bach-Konzert kann ich nur berichten, daß es sehr schön war: Solisten und Orchester haben klasse gespielt, als Dirigent gibts da sehr wenig zu tun. Spannend ist aber immer die Auseinandersetzung mit Barockmusik: man hat deutlich mehr Spielraum für Interpretationen (und Auseinandersetzungen darüber).