Donnerstag, 1. Dezember 2016

Es weihnachtet sehr


Pünktlich zur Adventszeit wird die in der letzten Spielzeit außergewöhnlich erfolgreiche Bergmannsoperette "Der Obersteiger" von Carl Zeller wieder in den Spielplan aufgenommen: die "Peremett" und die Bergkapelle auf der Bühne passen wie gemacht in die Vorweihnachtszeit und spiegeln die Atmosphäre, die man dieser Tage in der Stadt erlebt.

Auch das Weihnachts-Sinfoniekonzert steht vor der Tür: im ersten Teil wird vorwiegend italienische Musik erklingen: das Violinkonzert G-Dur von Antonio Vivaldi, gespielt von der jungen Geigerin Lea Preiß, und die "Antiche Danze Nr. 1", eine Suite von Ottorino Respighi nach Themen italienischer Musiker aus dem 16. Jahrhundert. Auch das Concerto Pastorale von Johann Melchior Molter, einem deutschen Barockkomponisten, dürfte von den weihnachtlichen Werken italienischer Meister inspiriert worden sein.

Im 2. Teil erklingen mit Humperdincks Ouvertüre zu "Hänsel und Gretel" und Ausschnitten aus Tschaikowskis "Nußknacker" - Ballettmusik die Weihnachtshits schlechthin; beide Werke sind etwa zeitgleich (1892/93) entstanden. Und am Ende erhält das Publikum wieder die Gelegenheit zum Mitsingen, hier kann man schonmal die Lieder üben.

Die Konzerte finden am 19. und 20. 12. jeweils um 20 Uhr im Annaberger Theater statt, das 3. Konzert am 26. 12. um 19.30 Uhr in der Nikolaikirche in Aue.


Montag, 24. Oktober 2016

Kammermusik im Erzhammer

Auch in dieser Saison gibt es wieder Konzerte für Freunde der Kammermusik im Erzhammer; ein Schwerpunkt bildet dabei die Musik unserer tschechischen Nachbarn.

- am 16. November spielt das Saxonia Piano Trio Schuberts Klaviertrio B-Dur op.99 und Smetanas Klaviertrio g-Moll op.15

- am 22. Februar 2017 wird das Konzert "Böhmische Meister", das letzte Saison wegen Krankheit entfallen war, nachgeholt: Andreas Pöche, Hornist des Leipziger Gewandhausorchesters, musiziert gemeinsam mit Annaberger Musikern Reichas Hornquintett E-Dur op.106, außerdem erklingt Dvoraks Klavierquintett A-Dur op.81

- am 22. März 2017 singen Therese Fauser und Jason-Nandor Tomory vom Winterstein-Theater Lieder von Schumann, Grieg, Brahms und Wolf; unter dem Titel "Wie Melodien zieht es mir leise durch den Sinn" gestalten die Künstler einen romantischen Liederabend

- am 26. April 2017 spielt das Robert-Schumann-Quartett Chemnitz Schuberts Quartettsatz c-Moll D.703, Beethovens Streichquartett F-Dur op.135 und Janaceks Streichquartett Nr. 2 "Intime Briefe"

Die Konzerte beginnen jeweils 19.30 Uhr.


Sonntag, 9. Oktober 2016

Die andere Seite des Erzgebirges

Flucht und Vertreibung - ein Thema, das in unserer Gesellschaft und Zeit allgegenwärtig ist. Daß es auch verstörende Geschichten darüber im Erzgebirge gibt, wissen wohl die wenigsten: das ist ein Thema, über das in meiner Schulzeit nicht gesprochen wurde. Dabei läßt sich die Geschichte gleich hinter der Grenze "erfahren": es reicht eine (Auto-oder Fahrrad-)Fahrt von Vejprty (Weipert) Richtung Chomutov (Komotau).



 Zunächst kommt man an den Preßnitz-Stausee am Fuße des Haßbergs. Auf einer großen Tafel findet man die Baugeschichte der Anlage, als Fußnote den Hinweis auf die ehemalige Freie Bergstadt Preßnitz, die plattgemacht wurde, als der Stausee angelegt wurde. Eine Stadt mit einer bedeutenden - auch musikalischen - Geschichte... (lesenswert: Guntram Vesper: "Frohburg", er erzählt auch über die Preßnitzer Harfenspielerinnen.)













Noch gespenstischer wird es, wenn man weiterfährt: nur noch ein Bahnhäuschen am Haltepunkt Rusova erinnert an Reischdorf. Ein Ort, der völlig ausradiert wurde. Bei weiterer Recherche stößt man auf das Thema Vertreibung der Sudetendeutschen 1946 als Folge der Benes-Dekrete, 3,5 Millionen Deutsche sollen demnach nach dem 2. Weltkrieg die Gegend verlassen haben, ausgesiedelt worden sein; Spuren dieser Aktion findet man in allen Orten auf der tschechischen Seite des Erzgebirges: Städte und Dörfer, die große Teile ihrer Bevölkerung verloren haben und von deren Glanz wenig übrig ist.


Ein Stück weiter kommt man zum "Dom des Erzgebirges": in Vysluni (Sonnenberg) steht eine Kirche, die schon von weitem völlig überdimensioniert für diesen Ort wirkt. Im Innern der Ruine findet man eine sehenswerte Ausstellung zur Geschichte dieses Ortes - ein ehrenwerter Versuch, sich der ganzen Geschichte zu stellen, zu erinnern.

Was auffällt, daß auf offiziellen Homepages solcher Orte wie Chomutov wenig zur Geschichte der Deutschen, die diesen Ort maßgeblich geformt haben, steht - nachwievor ist das Thema mehr oder weniger verdrängt, eine echte Aufarbeitung und Anerkennung von Unrecht eher der Ausnahmefall. 

Offensichtlich gibt es hier noch einiges genau zu erforschen und zu benennen - wichtig ist die Kenntnis dieser Vorgänge und deren Ursachen - gegen das Vergessen und Verdrängen!

Samstag, 27. August 2016

Da wird einem schwindlig...

Die sächsische Regierung hat im Rechststreit mit Serge Dorny, dem 2014 noch vor seinem Amtsantritt fristlos gekündigten Opernintenanten der Semperoper, eine Niederlage erlitten: das Oberlandesgericht Dresden entschied, daß die Kündigung nicht rechtens gewesen sei. Auf Sachsen kommen nun wahrscheinlich finanzielle Forderungen zu. 

Die Summen, um die es geht, lassen einen schwindlig werden: das geplante Intendanten-5-Jahresgehalt lag wohl bei 1,5 Millionen Euro, das sind pro Jahr 300.000, im Monat 25.000 Euro...das entspricht dem 8-10-fachen eines Theatermitarbeiters in Annaberg. Auch wenn der Vertrag sicher nicht ausbezahlt wird, ist abzusehen, daß ziemlich viel Geld für diese Entscheidung fällig werden wird und damit nutzlos verloren ist. 

Wer kommt eigentlich dafür auf? Wird diese Summe aus der Kultur-"Portokasse" bezahlt? Muß die Semperoper dafür einen Beitrag leisten? Wird jemand persönlich für diese Entscheidungen haftbar gemacht? 

Einmal mehr wird sichtbar, wie groß mittlerweile der Abstand zwischen einem Stadttheater und der sogenannten Hochkultur ist: auf der einen Seite teilweise Mindestgagen, Haustarifvertrag mit Gehaltsverzicht und fehlende Produktionsgelder - auf der anderen Seite üppige Gehälter und die schützende Hand der Staatsregierung. 

Unsolidarisch, ungerecht, unfair.

Gerade ist eine Studie von Maximilian Norz in Zusammenarbeit mit der Kulturpolitischen Gesellschaft erschienen, die sich mit der Arbeitssituation von Künstlern beschäftigt; wenig überraschend ist die prekäre Situation der meisten Künstler: über 40 % gaben an, ein Jahresgehalt unter 10.000 Euro zu verdienen...

Donnerstag, 25. August 2016

Freitag, 5. August 2016

Ich wär so gern einmal verliebt...



Endspurt für das gleichnamige Singspiel von Ernst und Hubert Marischka mit der Musik von Fritz Kreisler (Uraufführung 23.12.1932 in Wien): Therese Fauser wird die junge Elisabeth verkörpern, die sich anstelle ihrer Schwester Helene in den jungen Kaiser Franz Joseph verliebt und und mit diesem am Ende Verlobung feiert. Das Werk bildete die Grundlage für die berühmten "Sissy"-Filme mit Romy Schneider, die nach dem Krieg gedreht wurden und war zu ihrer Zeit in Wien sehr erfolgreich

Fritz Kreisler als Operettenkomponist? Ist mir bisher noch nie auf deutschen Bühnen begegnet, gleichwohl enthält das Stück einige seiner berühmtesten Violin-Kompositionen: Caprice Viennoise, Liebesleid, Liebesfreud und Schön Rosmarin bilden u.a. die Vorlage für Duette und eine große Ballettmusik.

Schöne heile Welt? Auf alle Fälle verspricht die Regie von Urs Alexander Schleiff und die Choreografie von Kirsten Hocke, die beide schon mehrfach für die Greifensteine und das Annaberger Theater inszeniert haben, ein launiges, humorvolles und bewegtes Spiel. Freuen Sie sich auf einen unbeschwerten Nachmittag auf den Greifensteinen!

- Wer schon mal einige Melodien des Stücks hören möchte...

- Interviews von Herbert Wilde (Radio Erzgebirge) mit
       - Therese Fauser    - Urs Alexander Schleiff      - Dieter Klug

Mittwoch, 6. Juli 2016

Circa 800 Besucher erlebten gestern auf unserer Freilichtbühne Greifensteine die Premiere der Kinderoper vom Kleinen Muck. In der Hauptrolle: Mick Mehnert, der mit seinem berührenden Spiel das Publikum beeindruckte. Inszeniert wurde das Werk von seinem Autor und unserem ehemaligen Intendanten Hans-Hermann Krug, der dieses Werk zusammen mit dem Komponisten Hans Auenmüller im Jahr 1986 für das Halberstädter Theater/Bergtheater Thale schuf.

Kritik im Annaberger Wochenblatt

Donnerstag, 9. Juni 2016

Reiselust - Bem vindos Portugal!


Die schönste Zeit im Jahr - Urlaubszeit! Nach wie vor bin ich großer Portugal-Fan, meine Urlaubsreise führte mich wieder in dieses wunderschöne Land. Eine Entdeckung war Porto: eine moderne Großstadt mit einer wunderschönen Altstadt und ihren barocken Kulturdenkmälern; durch den Douro und die Ponte Luis I erhält sie ein unglaublich schönes Flair.

Über die Schönheit der Algarve muß man nichts weiter sagen: Herrliche Atlantik-Strände wechseln mit tollen Klippenwanderwegen, die Städte Lagos, Albufeira und Faro sind echte Sehenswürdigkeiten; frischer Fisch aus dem Atlantik, dazu einen Vinho Verde - Dinge, die man hier in den Bergen schnell wieder vermissen wird.

Zur Diaschau


Samstag, 23. April 2016

Frühling im Wörlitzer Park


Immer wieder traumhaft: der Wörlitzer Park im Frühjahr: ein Rausch von Farben, Vogelgesang, Blütenpracht - zur Zeit ist Kirschblüte, die Magnolien stehen in voller Pracht, Forsythia blüht noch, die Bäume treiben neu, die Pfauen kreischen - bei Sonnenschein ein wirkliches Frühlingserwachen!

Zur Diaschau


Mittwoch, 2. März 2016

"Der Obersteiger" von Carl Zeller



Eine Operette, wie für Annaberg gemacht: erzählt wird von Bergleuten und Spitzenklöpplerinnen und deren (alltägliche) Verwicklungen in amouröse Bande - kurz: ein Lebensbild in einer Bergstadt. Dazu Musik des "Vogelhändler"-Erfolgskomponisten Carl Zeller.

Und natürlich darf dabei auch eine richtige Bergmannskapelle nicht fehlen: wir freuen uns auf die Mitwirkung des Bergmusikkorps "Frisch Glück" aus Annaberg-Buchholz/Frohnau.

ab 13. März 2016 im Annaberger Theater

Bericht im MDR Sachsenspiegel

Kritiken:  
- Annaberger Wochenblatt
- Freie Presse
- Die deutsche Bühne
- Der Opernfreund
- Kunst und Technik











Dienstag, 1. März 2016

...zum Frühlingsanfang...


Der Lenz
Nikolaus Lenau

Da kommt der Lenz, der schöne Junge, 
Den alles lieben muss, 
Herein mit einem Freudensprunge 
Und lächelt seinen Gruß; 
Und schickt sich gleich mit frohem Necken 
Zu all den Streichen an, 
Die er auch sonst dem alten Recken, 
Dem Winter, angetan. 
Er gibt sie frei, die Bächlein alle, 
Wie auch der Alte schilt, 
Die der in seiner Eisesfalle 
So streng gefangen hielt. 
Schon ziehn die Wellen flink von dannen 
Mit Tänzen und Geschwätz 
Und spötteln über des Tyrannen 
Zerronnenes Gesetz. 
Den Jüngling freut es, wie die raschen 
Hinlärmen durchs Gefild, 
Und wie sie scherzend sich enthaschen 
Sein aufgeblühtes Bild. 
Froh lächelt seine Mutter Erde 
Nach ihrem langen Harm; 
Sie schlingt mit jubelnder Gebärde 
Das Söhnlein in den Arm. 
In ihren Busen greift der Lose 
Und zieht ihr schmeichelnd keck 
Das sanfte Veilchen und die Rose 
Hervor aus dem Versteck. 
Und sein geschmeidiges Gesinde 
Schickt er zu Berg und Tal: 
»Sagt, dass ich da bin, meine Winde, 
Den Freunden allzumal!« 
Er zieht das Herz an Liebesketten 
Rasch über manche Kluft 
Und schleudert seine Singraketen,
Die Lerchen, in die Luft. 

Mittwoch, 27. Januar 2016

Tänzerinnen in luftigen Kleidern, eine Frühlingswiese und eine hastige Flucht

Obige Zeilen finden sich in einer Besprechung der Freien Presse des 5. Sinfoniekonzertes, das am 25. Januar in unserem Theater stattgefunden hat und die einen neuen Tiefststand des hiesigen Kulturjournalismus markiert.

Annaberg-Buchholz, stolze Hauptstadt des Erzgebirges, Theaterstadt mit einem kleinen aber feinen Ensemble und Orchester, das die Fahne der Kultur wehen läßt und unser musikalisches Erbe pflegt - verdienen wir eine solche Berichterstattung??? Wäre es nicht notwendig und angebracht, sich mit unserer Arbeit fachkompetent auseinanderzusetzen und uns den Rücken zu stärken, auch um diese Stadt lebenswert zu erhalten und dieses künstlerische Kleinod, das wir besitzen, im rechten Licht funkeln zu lassen?

Diese Überlegungen spielten sicherlich keine Rolle,als die Freie Presse beschloß, diese Frau auf uns loszulassen, um über das Konzert zu schreiben. Aus ihren Zeilen spricht die völlige Ahnungslosigkeit: keinerlei musikalischer Sachverstand scheint vorhanden zu sein; statt detaillierter Würdigung der musikalischen Leistungen (die nebenbei bemerkt durchaus außergewöhnlich waren, seitens des Orchesters und des Solisten!), schwadroniert sie über obige Tänzerinnen, eine Frühlingswiese und hollywoodreife Musik - was für ein geistiger Leerlauf! Spätestens die Zeilen über Vorisek entlarven ihre tiefe Unkenntnis der Materie, nichtssagendes Geschwafel, nicht des Papiers wert, auf dem es gedruckt wurde.

Gab es einen Redakteur, der diese Zeilen gelesen hat, bevor sie veröffentlich wurden? Ist das die Qualität und das Niveau der vorherrschenden regionalen Tageszeitung des Erzgebirges? Liebe KollegInnen, erbärmlich, wirklich beschämend, wenn das Ihr Beitrag zum Erhalt der hiesigen Kulturlandschaft bzw. deren Mitgestaltung ist! 


Dienstag, 8. Dezember 2015

Weihnachtskonzert 2015

„Unfaßbar, solchen Reichtum zu besitzen und ihn achtlos in der Ecke verstauben zu lassen!"

Dieses Zitat des Musikwissenschaftlers Max Seiffert, das sich auf das Gesamtwerk Georg Philipp Telemanns bezieht, könnte gut als Motto über unserem diesjährigen Weihnachtskonzert stehen: so werden auch wieder zahlreiche Raritäten zu hören sein: z.B. das Concerto Grosso C-Dur ("Alexanderfest") von Georg Friedrich Händel, einem Zeitgenossen und Freund Telemanns und weiterem musikalischen Giganten des Barock, gespielt von den Solistinnen unseres Orchesters Katharina Overbeck, Violeta Petrescu und Renatte Amoneit im Concertino.

Von Georg Philipp Telemann erklingt die Ouvertüren-Suite D-Dur für Clarini  (gespielt von den Herren McColl und Pohle) und Streichorchester, eine festlich-opulente Barockmusik, in der die unglaubliche Fantasie und der Klangfarbenreichtum dieses zu Unrecht mittlerweile fast vergessenen Komponisten hervortritt.

Im 2. Teil erzeugen wir mit Ljadows "Verzauberten See" und der "Schlittenfahrt" von Frederick Delius die rechte Winterstimmung, bevor mit dem "Wintermärchen" von Josef Suk, einer frühen Komposition des tschechischen Meisters nach Shakespeares gleichnamigen Schauspiel, ein dramatischer Schlußpunkt gesetzt werden wird.

Und es erklingen wieder Weihnachtslieder zum Mitsingen von mir instrumentiert: diesmal steht die Bitte um Frieden im Mittelpunkt. Hier können Sie die Lieder schonmal herunterladen.

Ich freue mich auf Ihr Kommen: am 14. und 15.12 in Annaberg und am 26.  in der Nikolaikirche Aue.

Nachtrag: ich freue mich sehr über die große Resonanz, die dieses Konzert hatte: ca. 1200 Zuhörer haben dieses Programm erlebt: ca. 200 Schüler kamen zur Generalprobe, ca. 400 Besucher waren in 2 Annaberger Konzerten und ca. 650 Zuhörer in einem atmosphärisch dichten und außergewöhnlich schönen Konzert in der Nikolaikirche Aue.




Kritik im Annaberger Wochenblatt

Donnerstag, 12. November 2015

Zemlinsky in Chemnitz

Eine musikalische Großtat war gestern im 3. Sinfoniekonzert der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz zu erleben: unter der Leitung ihres GMDs Frank Beermann erklang die "Seejungfrau", ein selten gespieltes sinfonisches Groß-und-Meisterwerk von Alexander von Zemlinsky. Und das meisterlich interpretiert: mit welcher Sensibilität, welcher Meisterschaft und Spielkultur kann dieses Orchester überzeugen! Wer bisher zweifelte: mit dem gestrigen Abend hat das Orchester mit seinem Chefdirigenten seinen Spitzenplatz unter den sächsischen und deutschen Orchestern eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Beeindruckend der Einsatz für ein fast vergessenes Werk - Bravo, Bravo, Bravo!

Donnerstag, 8. Oktober 2015

Zu Gast bei Peter Gast - Konzertmittwoch im Erzhammer

Zu einem Liederabend/Gesprächskonzert mit Werken dreier sächsischer Komponisten - Peter Gast, Richard Wagner, Friedrich Nietzsche - möchten wir am 28. Oktober in den Erzhammer Annaberg einladen: Bettina Grothkopf und László Varga interpretieren die Lieder, Prof. Gotthard Schicker, der zurzeit an einer Biografie über die Köselitz-Brüder Heinrich und Rudolf schreibt, wird das nötige Hintergrundwissen vermitteln. Das Konzert beginnt 19.30 Uhr, es findet im Rahmen der Konzertreihe Konzertmittwoch im Erzhammer statt.

Details im Annaberger Wochenblatt     Konzertkritik     Konzertplakat    

Donnerstag, 2. Juli 2015

erfolgreiche "Perlen der Salonmusik"

Zu einem sehr schönen Konzert geriet die letzte "Klassik am Nachmittag" am 28. Juni im Kulturhaus Aue. Der Titel hatte sehr viel Publikum angelockt: 199 Besucher erwiesen uns die Ehre, der Kleine Saal war überfüllt und es mußten noch Stühle herbeigeschafft werden. Offensichtlich eine Marktlücke: mittlerweile ist die Besetzung eines Salonorchesters mit Klavierdirektion rar geworden - doch nachwievor gibt es ein begeisterungsfähiges Publikum für diese Musik.

Das Publikum wurde nicht nur mit den üblichen Charakterstücken verwöhnt, nein, sogar große Operetten-und Opernpotpourris erklangen und sorgten auch bei den Musikern für großen Einsatz, der sich in entsprechender Spielfreude niederschlug.

Freitag, 3. April 2015

...heißt es ab 12.April im Annaberger Theater: Mrs. Dolly Meyer, geb. Gallagher (Elisabeth Markstein) wird alles daran setzen, sich Mr. Horace Vandergelder (László Varga), den reichen Witwer, zu angeln: Musical-Unterhaltung vom feinsten, in Szene gesetzt von Urs Alexander Schleiff (Regie) und Kirsten Hocke (Choreografie), die beide das Publikum schon auf den Greifensteinen mit einer wunderschönen und quicklebendigen Inszenierung vom "Wirtshaus im Spessart" im Sommer 2012 begeisterten.

Eine besondere Konstellation: Gemeinsam mit Chordirektor Uwe Hanke haben Urs Schleiff und ich schon einmal zusammen an einer Dolly-Produktion gearbeitet: 1989 in Erfurt, legendär damals Gisela Galander (Dolly) und Jürgen Wald (Vandergelder). Der musikalischer Leiter war Uwe Hanke, Urs Schleiff hat in der Technik gearbeitet und ich habe Orchesterklavier gespielt. Und jetzt trifft man sich in Annaberg wieder...


Donnerstag, 19. Februar 2015

Die Pom-Pom-Pom-Pompadour...


Endspurt zur Premiere von "Madame Pompadour" von Leo Fall: am Sonntag, den 22. Februar findet um 11 Uhr eine Matinee zum Stück statt, das eine Woche später bei uns Premiere haben wird: Leo Fall, der große Unbekannte der Operette, ein spöttischer Rebell. Freuen Sie sich auf ein köstliches Stück Musiktheater mit Hits wie "Heut könnt einer sein Glück bei mir machen" und dem Duett "Josef, ach Josef, was bist du so keusch", in den Hauptrollen erleben Sie Bettina Grothkopf und Frank Unger.

Samstag, 27. Dezember 2014

Mitmenschlichkeit: der Geist der Weihnacht




















Wieder fällt Sachsen durch seine besondere "Gastfreundschaft" auf, letztes Jahr in Schneeberg, dieses Jahr in Dresden - von (christlicher) Nächstenliebe weit entfernt, wird wiedermal ein Feindbild geschaffen - hilfsbedürftige Menschen werden zur Zielscheibe von eigenem Frust und gefühlter Ohnmacht. Wünsche diesen Wutbürgern fürs Neue Jahr viele interessante Begegnungen mit Ausländern und Asylsuchenden, um vielleicht mal ein reales Bild von den Lebenssituationen dieser Menschen zu bekommen. Oh Herr, laß Hirn herabregnen; schaut Euch die Leute an, denen Ihr hinterherlauft!

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Theater in Gefahr!

Eine große Schweinerei wird gerade in Plauen und Zwickau vorbereitet: hier der Text, der auf der Theaterhomepage zu lesen ist, mit der Bitte, die Petitionen zu unterschreiben.

"Die beiden Städte Plauen und Zwickau planen ab 2018 ihre Zuschüsse für das Theater Plauen-Zwickau in einem Umfang abzusenken, der das Theater einschneidend beschädigt.  In einer Beschlussvorlage, die am 18.12. in den Zwickauer Stadtrat eingehen wird, steht bereits, dass bis 2018 Musiktheater, Chor, Orchester und große Teile der künstlerischen Leitung, Technik und Verwaltung abgebaut werden und ab dann nur noch die Sparten Schauspiel und Puppentheater, bzw. alternativ Ballett bestehen bleiben sollen.

Seit der Theaterfusion im Jahr 2000 ist das aus zwei Ensembles zusammengewachsene Haus inzwischen auf die Stärke der Belegschaft eines einzelnen ehemaligen Hauses geschrumpft und macht trotzdem mit künstlerisch bedeutsamen Inszenierungen regional und überregional auf sich aufmerksam.
Die Mitarbeiter verzichten seit Jahren auf Lohn, Gehalt und Gage, aktuell auf ca. 13 %, um das Theater in seiner Vielfalt zu erhalten und sollen nun als Dank dafür abgewickelt werden.

Unklar ist, wie die notwendigen Abfindungszahlungen im zweistelligen Millionenbereich finanziert werden sollen.

Das Theater ist nicht nur das Medium, sich aktiv mit der Gegenwart, sozial und regional, auseinanderzusetzen, sondern spielt darüber hinaus eine wichtige Rolle in der Bildung sowie für die Identität und Attraktivität der Region und der Städte.

Wir fordern die beiden Städte auf, miteinander und vor allem mit der Theaterleitung und dem Betriebsrat gemeinsam nach einer für alle verträglichen Lösung zu suchen und das elementare Kulturgut Theater in seinem jetzigen Angebotsumfang zu erhalten!"

Online-Petition für Plauen    Online-Petition für Zwickau

Sonntag, 30. November 2014

Weihnachten is, stille Nacht...

...doch zuvor gibt es in Annaberg wieder den traditionellen Weihnachtsmarkt, wohl einer der schönsten Deutschlands und DAS Highlight der Stadt und des Erzgebirges:


Und natürlich auch wieder viel Musik: am 15. und 16. Dezember findet wieder das traditionelle Weihnachtskonzert im Annaberger Theater statt (am 26.12. in der Nikolaikirche in Aue): in diesem Jahr erklingen wieder selten gespielte und für viele Ohren neue Werke: französische und deutsche Barockmusik der Meister de Lalande, Fasch und Bach, Ausschnitte aus Weihnachtsoratorien von Eybler und Rheinberger und für alle Märchen-und-Ballettfans die Dornröschen-Suite von Tschaikowsky. Gesangssolist des Abends ist Jason-Nandor Tomory.

Auf einen jungen Konzertsolisten möchte ich Sie noch aufmerksam machen: Elias Ledig (17), Preisträger beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" und Mitglied der Deutschen Streicherphilharmonie spielt auf der Bratsche die Romanze F-Dur von Max Bruch.

Und natürlich darf wieder mitgesungen werden: Weihnachtslieder mit unserem Philharmonischen Orchester. Ich freue mich auf Ihr Kommen!

Donnerstag, 20. November 2014

Eine musikalische Erfolgsgeschichte

Im Gewandhausorchester Leipzig spielt ab Dezember ein 21jähriger Hornist, der aus dem Erzgebirge stammt und unserem Orchester besonders verbunden ist: Andreas Pöche, der Sohn unseres Geigers Hans Pöche, hat in einer Woche 2 Probespiele gewonnen (Dresdner Philharmonie und Leipziger Gewandhaus) und tritt ab Dezember in Leipzig sein Probejahr an. 

Wir alle kennen ihn; schon seit Jahren hat er bei uns immer wieder zur Aushilfe gespielt und stand auch schon als Solist auf der Bühne. Sein Lehrer bis zum Studium war unser 1. Hornist Gheorge Asavei, der sich ebenso wie unsere Kollegen riesig über diesen Raketenstart ins Berufsleben eines deutschen Spitzenorchester freut. 

Ich drücke Andreas Pöche ganz fest die Daumen für einen guten Anfang in Leipzig; schön zu sehen, was hier musikalische im Erzgebirge gewachsen ist!

Freitag, 14. November 2014

Konzertmittwoch im Erzhammer



Zu einer neuen Kammermusik-Reihe im Erzhammer möchte ich Sie ganz herzlich einladen: an vier Abenden sollen Meisterwerke der klassischen Kammermusik erklingen.

Den Auftakt bestreitet das Saxonia Piano Trio mit Werken von Haydn, Beethoven und Brahms am 19.11. um 20 Uhr; am 18.2.2015 wird eine Schubertiade veranstaltet, bei der das Liedschaffen von Franz Schubert im Mittelpunkt steht; das klassische Sreichquintett wird in den Fokus des Konzertes am 18.3.2015 gerückt, zu dem das Robert-Schumann-Quartett Chemnitz mit dem Cellisten Jakub Tylman musiziert und im 4. Konzert erklingt Musik französischer Komponisten für Klarinette, Flöte und Klavier, gespielt von Regine Müller, Magda Roznicka und Johanna Zmeck.

Wir hoffen, daß diese Reihe auf ein reges Interesse der musikinteressierten Annaberger stößt, schließt sie doch eine Lücke im musikalischen Angebot der Stadt und und rückt das breite Erbe der Kammermusik in den Mittelpunkt.

Sonntag, 9. November 2014

Überwältigend: Korngolds "Tote Stadt" in Chemnitz

Tiefbewegt, ja erschüttert hat mich die Produktion der "Toten Stadt" der Chemnitzer Oper, die ich gerade gehört habe: welch ein Meisterwerk hat man da wiederentdeckt und neubelebt! Ein Sujet, das den Verlust einer geliebten Person und der Trauer thematisiert, der Aufarbeitung im Unterbewußten; Musik, die den direkten Weg zur Seele findet, ein Topos vergleichbar dem Orfeo, der jeden betrifft und berühren muß.

Und die Musik: welche Fülle von seltenst gehörter und gespielter meisterhafter Musik, welche Kunstfertigkeit im Instrumentieren, im Widerspiegeln persönlicher Befindlichkeiten und Zustände, welcher Blick in die 20er Jahre, wer kann sowas mit 19 Jahren komponieren??? In welcher Qualität wird das Werk dargeboten: die Sänger vollbringen Höchstleistungen, das Orchester spielt atemberaubend, es klingt traumhaft schön, keine Ahnung, ob das irgendwo noch zu überbieten ist. Das alles findet in Sachsen statt - in Chemnitz! Bravo, Bravo, Bravo an alle!

Man staunt nur über die Ignoranz des "gängigen" Opernbetriebs, daß dieses Werk so selten den Weg auf die deutschen Bühnen gefunden hat und findet - wieder ein Beispiel mehr für den Exodus der Kunst in der Nazizeit und der Nachwirkungen der braunen Politik (siehe Paul Abraham).

Details zur Chemnitzer Produktion

Referenz mit Lotte Lehmann und Richard Tauber (der Tenor mit den Chemnitzer Wurzeln!)

Schmerzlich: wie groß der Abstand zwischen dem Chemnitzer und dem Annaberger Theater und Orchester ist...

Freitag, 7. November 2014

Mein 9. November 1989

Ich erinnere mich noch, als ich am 9. 11. 1989 nach der Probe im Erfurter Opernhaus nach Hause kam und im Fernsehn die Nachricht von der Grenzöffnung sah: ungläubiges Staunen wurde schnell von der Überlegung abgelöst, wie ich mir schnellstmöglich das geforderte Dokument besorgen könnte, um West-Berlin zu besuchen.

Am nächsten Morgen war ich auf dem Polizeipräsidium gemeinsam mit vielen andern Erfurtern, allgemeine Ratlosigkeit, was man denn ausstellen sollte, übervolle Gänge, dann kam offenbar die Anordnung und jeder bekam sein Dokument. Ich habs natürlich nicht pünktlich zur Ensembleprobe Rosenkavalier geschafft, circa 20 Minuten zu spät (vielleicht das einzige Mal selbstverschuldet in 26 Jahren) - die Kollegen hatten mich schon auf dem Weg nach Berlin vermutet.

Am Samstag, den 11. hatte ich einen Termin im Schauspielhaus Berlin: ich wollte an der Orgel üben, um in der darauffolgenden Woche beim Webber-Requiem mitzuwirken. Das Konzert leitete mein späterer Dirigierlehrer Prof. Heinz Rögner, es wurde live im Rundfunk übertragen. Man kann sich sicher die Gefühle vorstellen: eigentlich gab es nichts wichtigeres im Moment als die neue Freiheit auszukosten - gleichzeitig verlangte die Kunst eine gewisse Disziplin...Ich hab mir vorgenommen, wenigstens bis 18 Uhr an der Orgel zu üben - danach wollte ich Freunde in Westberlin besuchen. Es fiel sehr schwer, konzentriert bei der Sache zu bleiben - trotz dieses tollen Instruments und der Aussicht, mit dem Rundfunksinfonieorchester zu konzertieren.

Ab 18 Uhr war dann der weg frei: über die Friedrichstraße nach Westberlin. Unglaublich, das alles zu sehn: ich hatte gedacht, daß ich vor meiner Rente diesen Weg nie gehen werde und nun ging das so schnell. Ich habe Freunde wiedergesehen, die ich vor kurzem noch auf lange Zeit verabschiedet hatte, die aus der DDR ausgereist waren und konnte es kaum fassen, sie so schnell wiederzusehn!

Die darauffolgende Probenwoche in Berlin war unglaublich aufregend: unvergeßlich die Spaziergänge nach Probenende diesseits und jenseits der Mauer - und dann noch ein tolles Konzert, und ich durfte die große Orgel im Schauspielhaus spielen!

Dienstag, 4. November 2014

Mit Volldampf in die neue Spielzeit

Höchste Zeit, meine Leser herzlich zur neuen Spielzeit (meine 9. in Annaberg und 26. überhaupt) im Annaberger Theater an dieser Stelle zu begrüßen: seit Mitte September spielen wir wieder in unserem Stammhaus. Erstes Highlight der neuen Saison war das erfolgreiche Gastspiel unserer "Blume von Hawaii" im Theater Bernburg, einem wunderschönen Haus, in dem zu spielen großen Spaß gemacht hat.



"My Fair Lady" steht seit Oktober wieder auf dem Spielplan und erfreut sich nach wie vor großen Zuspruchs.

Ein besonderes Erlebnis war für mich der Musikschulball in Altenburg, Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der Altenburger Musikschule, an der ich meine ersten Jahre gelernt habe. Große Freude hatte ich, meine ehemalige Klavierlehrerin Frau Runge zu begrüßen, gemeinsam mit Irmtraut Friedrich 4-händig Klavier zu spielen und viele Freunde wiederzutreffen.

Und das nächste Weihnachten wirft schon wieder seine Schatten voraus: für das Zwickauer Theater arrangiere ich gerade wieder Weihnachtslieder und für mein Weihnachtskonzert bereite ich die Werke vor.

Besonders freue ich mich auf ein Kammermusikprojekt: im Rahmen der neuen Konzertreihe im Erzhammer werde ich im Februar 2015 gemeinsam mit meinen Kollegen Bettina Grothkopf und László Varga einen Schubert-Liederabend veranstalten - ein guter Anlaß, um sich wieder verstärkt dem Klavier zuzuwenden.

Natürlich freue ich mich auf meine Premieren: Madame Pompadour und Hello Dolly. Sie sehen, es gibt wieder viele schöne Aufgaben - kommen Sie in unsere Konzerte und Vorstellungen!

Freitag, 29. August 2014

aus aktuellem Anlass...

Liebe Besucher meiner Seite, freue mich sehr über Kommentare zu meinen Posts, wenn Sie eine Rückantwort wünschen oder den direkten Kontakt suchen, hinterlassen Sie doch bitte Ihre email-Adresse, damit ich Sie finde...

Mittwoch, 23. Juli 2014

Joho hohoho hohoho hohoho...


Bei herrlichstem Sommerabendwetter hatte am 19. Juli der "Freischütz" Premiere auf den Greifensteinen, über 600 Zuhörer ließen sich von der deutschesten aller Opern faszinieren.

Als Gast für den erkrankten Frank Unger war Guido Hackhausen (Max) zu erleben, ein erfahrener Sänger in dieser Partie, der gemeinsam mit Laszlo Varga (Kaspar und Eremit) viele gesangliche und spielerische Höhepunkte schuf.Die Damen waren mit Bettina Grothkopf (Agathe) und Madelaine Vogt (Ännchen) adäquat verteten; besonders die Agathen-Arien erblühten besonders schön in der nächtlichen Atmosphäre. 


Und - bei aller Bescheidenheit - unsere Aufnahme (Orchester und Chor) kann sich auch dank des exzellenten Tonmeisters Henning Bathelt hören lassen - es war ein großes Vergnügen, mit diesem Kollegen zusammenzuarbeiten, der das nötige Know-How mitbrachte und einiges althergebrachtes auf den Greifensteinen regelrecht umkrempelte.

Zu wünschen bleiben uns viele Besucher, die neugierig auf diesen außergewöhnlichen - quasi -  "Opernfilm" sind...und natürlich weiterhin schönes Wetter...


Dienstag, 15. Juli 2014

Samiel, hilf!



Oper auf den Greifensteinen: zur Zeit laufen die Endproben zum "Freischütz", der (dreimal Holz!) am Samstag auf der Felsenbühne Premiere haben wird.

Welchen besonderen Reiz diese sächsische Oper in der Natur entwickelt, ist sicher gut vorstellbar: die Wolfsschluchtszene verlangt geradezu nach solch einem Spielort. Wie gehabt, arbeiten wir mit Teilplaybacks (Orchester und Chor), zu denen unsere Solisten live singen.

Freuen Sie sich auf ein außergewöhnliches Opernereignis - und hoffen wir auf gutes Wetter und zahlreiches Publikum!

Sonntag, 1. Juni 2014

Portugal entdecken...




Lissabon war das Ziel meiner Urlaubsreise, die ich im Mai unternommen habe. Land, Leute und Kultur waren mir weitestgehend unbekannt, außer Währungskrise und finanziellen Problemen hatte ich bisher keine konkreten Vorstellungen.

Das hat sich nun geändert: gefunden habe ich eine stil-u.charaktervolle Landeshauptstadt, die mit ihrem morbiden Charme vergangener Zeiten fasziniert, nette und aufgeschlossene Bewohner, eine funktionierene Multi-Kulti-Gesellschaft, bei der jede Nationalität von der anderen profitiert und nicht zuletzt eine herrliche Landschaft am Tejo und am Atlantik, es war eine Offenbahrung und sicher nicht die letzte Reise in dieses Land. Nicht zu vergessen die tolle Küche, in der Fischgerichte aller Arten und Geschmäcker die Hauptrolle spielen.

Die Überfülle an Bildern macht das Auswählen schwer: werfen Sie doch einen Blick in meine Fotogalerie!

Samstag, 17. Mai 2014

Ich bin dann mal weg...

Endlich Ferienzeit!
Mit einem sehr schönen Gastspiel unsrer "Blume von Hawaii" im Meißner Theater ging gestern der erste Teil der Spielzeit 2013/14 des Annaberger Theaters für mich zu Ende: schöne Stücke und Aufgaben, die mit viel Arbeit verbunden waren und dem Haus zahlreiche zufriedene Besucher brachten: My Fair Lady, Der Studentenprinz, Amahl und die Heiligen 3 Könige, das Weihnachtskonzert, die Blume von Hawaii - das waren alles schöne Herausforderungen. Jetzt ist der Jahresurlaub angesagt, bevor es im Juli auf den Greifensteinen mit der Sommersaison weitergeht.

Eine besondere Herausforderung wird dort sicher der Freischütz werden: große Oper (Hochkultur) zwischen den Felsen: wie immer mit einem Orchester-u.-Chorplayback, an dem ich bereits seit einiger Zeit arbeite: die Schwierigkeit besteht im perfekten Timing: die Tempi der Arien und Szenen, Pausenlängen genau zu treffen - da man nicht live reagieren kann, muß man sich weit vorher mit viel Einfühlungsvermögen in die Situation hineinversetzen: ich hoffe auf ein schönes Ergebnis. Verabschieden sollte man sich von direkten Vergleichen mit Live-Open-Air-Produktionen, ich sehe diese Abende eher als quasi filmische Umsetzung der Werke. Auf jeden Fall wird die Atmosphäre eine einzigartige Stimmung erzeugen.

Aber jetzt: erst mal in den Urlaub!

Donnerstag, 27. Februar 2014

In memoriam Ruth Olle


Ein lieber, großherziger Mensch ist gegangen: am 19. Februar 2014 verstarb Ruth Olle aus Auerbach, dem Annaberger Theater und der Erzgebirgischen Philharmonie bis zum Schluß verbunden.

Als mich Frau Olle zu meiner ersten Klassik am Nachmittag im November 2006 im Kulturhaus Aue ansprach, ahnte ich noch nicht, daß sich daraus eine schöne und lange Freundschaft entwickeln würde: beide hatten wir von Anfang an reichen Gesprächsstoff durch unsere gemeinsame Pforzheimer Vergangenheit. Als treue Konzertbesucherin stets regen Anteil an meiner Arbeit nehmend, lernte ich eine bis ins hohe Alter hellwache, interessierte Frau kennen, die mit ihrer Großzügigkeit und Herzlichkeit auf alle Mitmenschen zugegangen ist und unglaublich viel Herzenswärme verströmte. Meine letzte Begegnung mit ihr war im Dezember zum Weihnachtskonzert 2013 in Annaberg, wohin sie trotz Krankheit und Schmerzen gekommen war. Als großer Swing-Fan wollte sie jetzt im März unsere Hawaii-Premiere besuchen. 

Ich werde diese außergewöhnliche Frau nicht vergessen...

Montag, 10. Februar 2014

Musikalische Eskapaden

...können Sie am 2. März um 15 Uhr im 1. Konzert der "Klassik am Nachmittag" im Kleinen Saal des Kulturhauses Aue erleben: Mozart, wie Sie ihn vermutlich noch nicht gehört haben, den Gassenhauer "Was machst Du mit dem Knie, lieber Hans" in Vertonungen von J.S.Bach, Max Reger, Richard Strauss und anderen Koryphäen der Musikgeschichte, musizierende Wecker, Schreibmaschinen und weiteren Nonsense, der Musikern so einfällt beim ernsthaften Studium der Werke der Hochkultur. Viel Vergnügen bei unserem Faschingskonzert!

Dienstag, 4. Februar 2014

Blume von Hawaii



Wie schön ist es doch, in dieser Jahreszeit von der Südsee zu träumen: diese Woche haben bei uns die szenischen Proben zur "Blume von Hawaii" von Paul Abraham begonnen. Freue mich sehr auf dieses Werk, das mir hier in Annaberg zum ersten Mal begegnet; die wunderschöne Musik läßt die 20ger Jahre des letzten Jahrhunderts wieder auferstehen. Swing, Slowfox, English Waltz, Saxophone, Jazz, transatlantische Revueoperette, Synkopen sind Stichworte, die im Zusammenhang mit dieser flotten und mondänen Musik fallen und neugierig auf das Werk machen.

Das Produktionsteam: Tamara Korber (Regie), Alexandre Tourinho (Choreografie),  Francesca Ciola (Bühnenbild) und Birgit Golbs (Kostüme). Ab 9. März im Annaberger Theater!

Samstag, 18. Januar 2014

Zeitreise

Auf diese außergewöhnlich interessante Ausstellung, die am 18. Januar 2014 im Erzhammer eröffnet wurde, möchte ich Sie hinweisen. Gewürdigt werden bedeutende Persönlichkeiten, die in Annaberg gelebt haben, zu erleben sind das Lebensumfeld in den verschiedenen Epochen sowie unglaublich tolle (Kunst-) Produkte. Das alles in einer "greifbaren" und lebendigen Atmosphäre - wer mehr über die Geschichte Annabergs erfahren will, dem sei ein Besuch wärmstens empfohlen.

Weiterführende Infos im Annaberger Wochenblatt.

Mittwoch, 1. Januar 2014