Mittwoch, 1. Januar 2014

Mittwoch, 11. Dezember 2013

Vom Himmel hoch da komm ich her

...das könnte als Motto über unserem diesjährigen Weihnachtskonzert stehen: das wohl berühmteste lutherische Weihnachtslied wird 2 mal im Konzert erklingen: zuerst als Bearbeitung des Erzgebirgers Johann Hermann Schein, gespielt durch ein Blechbläserensemble, und am Ende des Konzerts in der Weihnachtsouvertüre von Otto Nicolai. Freuen dürfen Sie sich auf unseren ehemaligen Konzertmeister Boris Nikitenko, der als Solist in Bachs Violinkonzert a-Moll und in Tschaikowskis Meditation op. 42 Nr. 1 zu erleben sein wird.

Mit "Bajka", einem polnischen Wintermärchen von Stanislaus Moniuszko, erklingt eine brilliante Konzertouvertüre, die sicher viele neue Anhänger finden wird, für märchenhaft - festliche Weihnachtsstimmung haben wir die Nußknacker-Suite von Tschaikowsky im Programm.

Und das besondere Highlight dürften wieder die Weihnachtslieder zum Mitsingen werden; einmalige Gelegenheit, diese Lieder mit unserem Orchester gemeinsam zu musizieren. Hier schon mal die Noten.

Das Konzert können Sie am 16. und 17. Dezember in Annaberg und am 26. Dezember in der Nikolaikirche in Aue erleben, ich freu mich auf Ihren Besuch!

Programmheft
Lieder zum Mitsingen

Kritiken:
Annaberger Wochenblatt
Freien Presse
Konzert in Aue am 26.12. (Freie Presse)

Donnerstag, 7. November 2013

Bald nun ist Weihnachtszeit


Ein besonderes Angebot zur Weihnachtszeit unterbreitet unser Theater den Annabergern und den Besuchern des Weihnachtsmarktes: im Dezember spielen wir Menottis Oper "Amahl and the nightvisitors" und als Vorspiel zu dieser anrührenden Weihnachtsgeschichte Benjamin Brittens "A ceremony of carols" - beides Raritäten, die sicher sehr selten an deutschen Theatern zu erleben sind! Unbedingt anschauen und zuhören!

Kritik im Annaberger Wochenblatt


Dienstag, 29. Oktober 2013

Es grünt so grün







Eliza: Kerstin Maus
Higgings: Jörg Simmat
Pickering: Michael Junge
Doolittle: Leander de Marel


Regie: Dietrich Kunze
Ausstattung: Erika Lust
Choreografie: Sigrun Kressmann


Kritik im Annaberger Wochenblatt

Sonntag, 6. Oktober 2013

Spielzeitbeginn in Annaberg

Mit einem Theaterfest hat am 28. 9. die Spielzeit im Annaberger Theater begonnen; für mich die 8.(!) an diesem Haus und meine 26. an deutschen Theatern. Nach der Wiederaufnahme des Studentenprinz steht als erste Premiere am 27. Oktober My Fair Lady an. Das Kreativteam (so heißt es neudeutsch): Dietrich Kunze (Regie), Sigrun Kressmann (Choreografie), Erika Lust (Ausstattung). 

Weihnachten total: als nächste Premiere folgt Amahl and the nightvisitors, eine Weihnachtsoper von Gian Carlo Menotti. Dieses Stück ist im Dezember 12 mal bei uns zu erleben - dazu dann noch das traditionelle Weihnachtskonzert, in dem es ein Wiedersehen mit Boris Nikitenko, unserm ehemaligen Konzertmeister gibt und in dem das Publikum wieder Gelegenheit hat, mit uns Weihnachtslieder zu singen.

Die Blume von Hawaii wird sicher eine Herausforderung: die große Revueoperette von Paul Abraham auf unserer Bühne und mit unseren Möglichkeiten - es wird spannend.

Ich lade Sie herzlich zu meinen Vorstellungen ein und freue mich über zahlreiches Kommen - Toi, toi, toi!

Sonntag, 1. September 2013

Blick von oben auf´s Gebirge

Am 31.8. konnte ich ein Geburtstagsgeschenk einlösen, das mir liebe Freunde gemacht hatten: ich bin zu einem Rundflug übers Erzgebirge gestartet. Einmalig schön war dieser Überflug: gestartet sind wir in Chemnitz-Jahnsdorf, Richtung Auerbach ging´s zum Greifenbachstauweiher, zu den Greifensteinen (wo die Kollegen gerade die letzte Vorstellung des "Räuber Hotzenplotz" spielten), über Ehrenfriedersdorf nach Annaberg, weiter durch´s Zschopautal nach Wolkenstein, Scharfenstein und Augustusburg, zurück südlich von Chemnitz, vorbei an Klaffenbach zurück nach Jahnsdorf. Alles Orte, an denen ich lebe oder arbeite und die ich mir auch durch´s Wandern und Fahrradfahren erschlossen habe. Und ich kannte jeden Ort, den wir von oben gesehen habe!
Vielen Dank auch an Herrn Arnold von rundflug-erzgebirge.de, der mich sicher durch die Lüfte und zurück auf den Boden brachte. Es war ein wunderschönes Erlebnis!





alle Fotos in der Galerie

Mittwoch, 21. August 2013

weitere Erosion der deutschen Theaterlandschaft

Dem Chemnitzer Theater stehen harte Zeiten bevor: der neue Intendant Hr. Dittrich hat heute sein Sparkonzept vorgestellt - die DOV (Deutsche Orchestervereinigung) hat umgehend protestiert.

Ebenso scheint das Schweriner Theater Opfer einer "Erpressung" durch das Land zu werden.

Damit drohen den beschäftigten Künstlern deutliche Gehaltseinbußen und ihr sozialer Status verringert sich - ein Trauerspiel: armes Deutschland!

Mittwoch, 3. Juli 2013

Datenschutz, Prism, Tempora, Snowden

Als exzessiver Internetnutzer hat man es natürlich schon immer geahnt - das Ausmaß des Ausgespäht-Werdens übertrifft allerdings die Vorstellung bei weitem. Offensichtlich sind Die Grünen die einzige (größere) Partei in Deutschland, die sich für den Enthüller Edward Snowden in irgendeiner Form einsetzt - beschämend für CDU und SPD und für die Bundesregierung, daß  sie diesen Mann, der den Rechtsbruch beim Datenschutz öffentlich gemacht hat, so feige im Stich lassen. (siehe auch hier )

Privatsphäre adé: der Datengau zieht immer größere Kreise:
- auch die Deutsche Post fotografiert fleißigt: siehe hier 
- Nutzer von Windows, Outlook.com, Skydrive, Skype haben einen direkten Draht zum NSA: siehe hier
- wie die Technik funktioniert: siehe hier
- Bundesregierung warnt vor Windows 8: direkte Hintertür für die NSA: siehe hier

Samstag, 8. Juni 2013

Divertimento



Zu einem besonderen "Unterhaltungskonzert" möchte ich den Leser ganz herzlich nach Aue einladen: am 16.Juni erklingen in der Reihe "Klassik am Nachmittag" Divertimenti - sozusagen klassische Unterhaltungsmusiken.

Am Anfang steht das Concerto Armonico Nr. 2 B-Dur von Graf Unico Willem von Wassenaer (1692-1766) - einem niederländischen Adligen und Diplomaten, der auch als Komponist in Erscheinung trat. Der letzte Satz dieses Werkes taucht an anderer Stelle in der Musikgeschichte wieder auf: Igor Stravinsky hat ihn in seiner Pulcinella-Suite wiederverwendet. Lange Zeit wurde dieses Werk Pergolesi zugeschrieben, erst 1979 hat man es Wassenaer eindeutig zuordnen können.

Eine wunderbare Ruhe und Ausgeglichenheit verströmt Dvoraks Notturno op. 40 für Streichorchester; ursprünglich als 2. Satz in seinem Streichquartett op. 9 entstanden, hat er es später zu einem eigenständigen Stück umgearbeitet.

Das spannendste Werke des  Konzertes dürfte wohl das Divertissement von Jacques Ibert werden: ein unglaublich funkelndes, vor Esprit nur so sprühendes Werk (1928 entstanden). Ibert unterhält durch Rasanz und musikalischen Witz: die Introduction wirft den Zuhörer durch zahlreiche Taktwechsel immer wieder aus den erwarteten Bahnen, im Festumzug (Cortége) zitiert er z.B. den Hochzeitsmarsch von Mendelssohn-Bartholdy, im Nocturne hat er das Tristan-Motiv gut versteckt, sein Walzer ist eine Verbeugung vor Lanner und Strauss und im Finale fegt ein rasanter Galopp alle Hindernisse beiseite.

Den Abschluss bildet ein klassisches Divertimento: Mozarts 1. Lodronische Nachtmusik; eine Geburtstagsmusik, im Jahr 1776 geschrieben für Antonia Maria Lodron. Die Familie Lodron gehörte in Salzburg zum kunstinteressierten Adel und trat durch großzügiges Mäzenatentum in Erscheinung. Das Divertimento ist als Serenade vor dem Haus der Gräfin - wie es damals Brauch war - aufgeführt worden.

Ich wünsche ein schönes und interessantes Konzert!

Mittwoch, 3. April 2013

Kritik zum "Studentenprinz"

Dr. Kevin Clarke, DER Operettenexperte, Musikwissenschaftler und Chef des Operetta Research Center Amsterdam, hat am 31.3. eine Vorstellung unseres Annaberger "Studentenprinzen" besucht und auf Klassik.com eine begeisterte Kritik veröffentlicht - ich freue mich sehr über dieses kompetente und leidenschaftliche Plädoyer für unser Haus!

Dienstag, 26. März 2013

"Der verdammte Gasparone"...

...wirft schon seine Schatten voraus: im April nehmen wir die Orchesterplaybacks für die diesjährige Operetten-Neuproduktion auf den Greifensteinen auf; zur Zeit bin ich am Einrichten des Orchestermaterials. Natürlich freue ich mich auf dieses Stück - eine große klassische Operette! Appetit kann man sich bei folgenden Videos schon mal holen:

Mittwoch, 20. März 2013

„Morgen, morgen nur nicht heute...“

diese Zeilen aus dem Gedicht "Der Aufschub" sind allgegenwärtig - doch kaum einer kennt den Verfasser, Christian Felix Weiße, geboren 1726 in Annaberg. Neben Heinrich und Rudolf Köselitz eine weitere bedeutende Annaberger Persönlichkeit, die wir in einer Soirée am Freitag, den 22.3.im Musikzimmer des Erzhammer würdigen wollen, Beginn ist 19 Uhr.
Prof. Gotthard Schicker hat sich auf Entdeckungsreise begeben und präsentiert Forschungsergebnisse zur Biografie und Wirkung von Weiße, musikalisch werden Bettina Grothkopf und ich die Bedeutung Weißes in seiner Zeit hörbar machen.

weitere Infos im Annaberger Wochenblatt

Sonntag, 17. März 2013

10 Jahre Harmonovus...

...mit Unterstützung der Erzgebirgischen Philharmonie: ich habe Arrangements geschrieben, die zu diesem Konzert aufgeführt werden: bin schon sehr gespannt, ob alles zusammen paßt...

17.3.2013
"Ein bißchen Leichtsinn kann nicht schaden" - mit diesem Hit der Comedian Harmonists wurde das Geburtstagskonzert von Harmonovus gestern eröffnet. 679 Zuhörer erlebten im Großen Saal des Kulturhauses Aue ein Konzert der Extraklasse: wie Juwelen funkelten die Lieder, die Frederik Haarig, Martin Ackermann, Michael Schultz und Christian Herrmann in höchster musikalischer Perfektion dargeboten haben. Anhand der eingespielten Videos konnte man auch sehr gut den Arbeitsprozeß und die Entwicklung der Musiker nachvollziehen - kontinuierliche Aufbauarbeit über 10 Jahre trug gestern reiche Früchte. Und der Gegenstand ihrer Arbeit - die Lieder der Comedian Harmonists - verdient diese Aufmerksamkeit: was für musikalische Perlen, welche hellwachen und witzigen Texte! Es öffnet sich ein Fenster in die 20er Jahre: ein Lebensgefühl wird nachvollziehbar.

Im 2. Teil gabs dann noch ein Sahnehäubchen dazu: mit einem kleinen Salonorchester haben wir diese Preziosen noch mehr zum Glänzen gebracht. Den Orchestermusikern hats auch reichlich Spaß bereitet; jeder war von der Arbeit und Professionalität der Sänger begeistert.

Mein Fazit: eine überraschend schöne, konstruktive und musikalisch erfüllte Zusammenarbeit an einem interessanten, nicht alltäglichen Projekt wars - ich bin gestern Fan geworden!
Foto: Dr. Schwochow
zur Homepage von Harmonovus

Samstag, 9. Februar 2013

O my God, how charming and lovely...


...das wird vielleicht manch ein Besucher sagen, nachdem er die zauberhafte Musik Sigmund Rombergs in unserem Haus gehört haben wird: ab 24. Februar wird seine Broadway-Operette "The Student Prince" bei uns zu erleben sein. Musik, die ihre Wiener Wurzeln nicht verleugnen kann, klanglich dieselbe Sprache wie Kalman und Lehar spricht und durch wundervolle musikalische Einfälle glänzt.

Zu dieser Produktion gibt es am 17.2. um 11 Uhr ein Premierenschaufenster im Theaterfoyer, wo unser Produktionsteam das Werk vorstellen wird.

Das Operetta Research Center Amsterdam ist bereits auf uns aufmerksam geworden...hier lesen

Kritik im Annaberger Wochenblatt

Dienstag, 8. Januar 2013

Die 4 Jahreszeiten

Den geneigten Leser möchte ich zum Jahresbeginn auf das nächste Konzert in der Reihe "Klassik am Nachmittag" am 27.Januar 2013 um 15 Uhr im Kleinen Saal des Kulturhauses Aue aufmerksam machen: auf dem Programm stehen herausragende Werke des Barock. Erklingen wird die Orchestersuite C-Dur BWV 1066 von Johann Sebastian Bach und Die Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi. Solist ist unser Konzertmeister Peter Bechler. Dazu hören Sie Erich Kästners Gedichtzyklus "Die 13 Monate", gelesen von Leander de Marel.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Dienstag, 4. Dezember 2012

Weihnachten steht vor der Tür...


...und damit das traditionelle Weihnachtskonzert (4. Sinfoniekonzert; 17.und.18.12. 20 Uhr im Annaberger Theater, 25.12.19.30 Uhr Nikolaikirche Aue), zu dem ich Sie ganz herzlich einladen möchte. Auf dem Programm stehen diesmal echte Raritäten: ein Concerto Grosso des niederländischen Komponisten Pieter Hellendaal, Ausschnitte aus dem Weihnachtsoratorium von Joseph Eybler, ein Werk von Johann Friedrich Fasch und die Dornröschen-Tonbilder von Engelbert Humperdinck. Die Solistin Therese Fauser wird außerdem 3 Weihnachtslieder von Peter Cornelius zu Gehör bringen. Abgerundet wird das Programm durch die Arie "Bereite dich, Zion" aus J.S .Bachs Weihnachtsoratorium und dem Märchenbild "Der verzauberte See" von Anatoli Ljadow.


Und schließlich gibt es wieder Weihnachtslieder zum Mitsingen, die Sie hier schonmal downloaden können.


Und wer Lust auf noch mehr Weihnachten hat: am 11.12. um 10 Uhr und am 25.12. um 17 Uhr ist die Märchenoper "Hänsel und Gretel" wieder in unserem Haus zu erleben. 

Ich freue mich auf Ihren Besuch und wünsche eine schöne Adventszeit!

Freitag, 12. Oktober 2012

Let´s swing!

Orchesterproben für die erste Musiktheaterpremiere der neuen Spielzeit: Broadway im Erzgebirge: Swing vom Feinsten wird im Musical "Kiss me, Kate" von Cole Porter zu hören sein. Die szenischen Proben laufen seit September, Birgit Eckenweber inszeniert, Alexandre Tourinho choreografiert und unser Musiktheaterensemble mit der neuen Kollegin Therese Fauser gibt sein bestes, um den Anforderungen dieser Musik und dieses Stils gerecht zu werden.

Selten in Annaberg zu hören: in der Neufassung von Don Sebesky, die für die Broadway-Neuproduktion von 1999 erstellt wurde und der für die Orchestration einen Tony-Award bekommen hat, sind 4 Saxophone besetzt: bei uns spielen ehemalige Mitglieder des Jugendblasorchesters Thum gemeinsam - sozusagen Side by Side - mit unseren Orchestermitgliedern. Ein toller Sound, den man nicht verpassen sollte: ab 4. November im Annaberger Theater!

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Bravo, Frau Ministerin!

So macht man Kulturpolitik: Die Semperoper verschenkt großzügig 345 Karten zum Antrittskonzert von Christian Thielemann und verzichtet freiwillig auf 22.000 Euro Abendeinnahmen: Bravo; welche Vorbildwirkung und welche Solidarität mit den übrigen sächsischen Theatern! Zur Erinnerung: es ist gar nicht so lange her, da wurden die Landesbühnen Radebeul mit der Neuen Elblandphilharmonie zwangsfusioniert (natürlich unter Stellenabbau), von den Haustarifen will ich gar nicht erst anfangen...und hier spielt Geld offenbar keine Rolle. Was für eine Kulturpolitik....darauf kann man stolz sein!

Besorgte Frage: wären ohne diese großzügige Schenkung sonst die 345 Plätze etwa leergeblieben? Oder haben die "Prominenten" kein Geld, um sich dieses Konzert zu leisten? Muß vielleicht die Semperoper dauerhauf höher subventioniert werden? Sollte man noch einen "Solidarbeitrag" einführen (der natürlich von den anderen Theatern in Sachsen erhoben werden sollte)? Kann es sein, daß das Haus die Bodenhaftung verloren hat und gar nicht weiß, unter welchen Umständen die übrige sächsische Kulturszene arbeitet???

zum Artikel in der Freien Presse

Freitag, 24. August 2012

Buchtipp: Zeit aus den Fugen

Dramatisches und persönliches Zeitzeugnis des Sommers 1989: Mitauslöser für die Wende war die Flucht vieler DDR-Bürger über die durchlässig gewordene Grenze in den Westen. Ich hatte gerade meine erste Spielzeit am Theater Erfurt erfolgreich gemeistert und ein Jahr Dirigierunterricht bei meinem GMD Prof. Ude Nissen hinter mir, als ich am 1. Oktober folgende Karte bekam:
Wie ich erfuhr, hatte die Familie einen Ausreiseantrang gestellt und Prof. Nissen wurde von einer Stunde zur anderen unerwünschte Person im Erfurter Theater und erhielt Hausverbot. Das Schicksals der Nissens habe ich weiterverfolgt; nach der Wende im nächsten Jahr kam Prof. Nissen wieder zu einem Gastspiel nach Erfurt zurück, auch privat haben wir weiter Kontakt gehalten. Ihm verdanke ich meinen Dirigentenberuf, er vermittelte einen hohen künstlerischen Anspruch, dem ich versuche, bis heute treu zu bleiben; er war mir ein großes Vorbild. Und nur wenige Dirigenten habe ich kennengelernt, die diesen Beruf so seriös, mit großem Können und mit soviel Herzblut und Menschlichkeit ausgeübt haben.

Es war unglaublich bewegend für mich, die Stationen der Flucht der Kinder nachzulesen und an ihrem persönlichen Schicksal teilzuhaben. 

Donnerstag, 19. Juli 2012

Das Wirtshaus im Spessart

Endspurt für die diesjährige Premiere des Musiktheaters auf den Greifensteinen: ab Samstag, den 21. Juli kann man die musikalische Räuberpistole "Das Wirtshaus im Spessart" dort erleben. Inszeniert hat dieses witzige Stück, das sicher vielen durch den Film mit Lieselotte Pulver bekannt sein dürfte, Urs Alexander Schleiff, der selber als Schauspieler vor allem dem Freiberger Publikum in sehr guter Erinnerung sein dürfte. Im letzten Jahr hat er für das dortige Theater die erfolgreiche Produktion "Peter Pan" auf der Kriebsteiner Seebühne inszeniert. Nun also die Arbeit mit unserem gemischen Schauspiel-und-Musiktheaterensemble, die allen sehr großen Spaß gemacht hat und zu einem hoffentlich hinreißenden Ergebnis führen wird.

Soviel kann ich heut schon verraten: Sie werden ein äußerst spielfreudiges Ensemble mit wunderbar gezeichneten Typen erleben - und erstaunt sein, wie tagesaktuell die Räubergeschichte sein kann. Und natürlich schöne Musik hören. Halten Sie uns die Daumen, was das Wetter angeht!

Hörprobe
weitere Fotos

- Kritik im Annaberger Wochenblatt


Montag, 2. Juli 2012

Rudolf-Köselitz-Ausstellung in Annaberg

Am 21. Juli um 11 Uhr wurde im Erzhammer in Annaberg-Buchholz die Ausstellung "Rudolf Köselitz - Ein vergessener Romantiker" eröffnet, bei der Bilder des Annaberger Malers zu sehen sind. Zur Vernissage haben Laszlo Varga und ich Lieder seines Bruders Heinrich alias Peter Gast zu Gehör gebracht, die wahrscheinlich noch nie in Deutschland öffentlich aufgeführt wurden: 3 Lieder aus seinem opus 7. Die Laudatio hielt Prof. Gotthard B. Schicker, Kurator und spiritus rector dieser Ausstellung.

Weitere Informationen:
- Fotos und Video von der Ausstellungseröffnung
Laudatio
Vergessener Romantiker - Annaberger Wochenblatt
Zur Köselitz-Ausstellung - Annaberger Wochenblatt

Donnerstag, 7. Juni 2012

Den Anschluss verloren

einen lesenwerten Artikel zum Thema Fernverkehr in unserer Region habe ich in der Freien Presse vom 7. Juni 2012 gefunden: unter dem Titel "Den Anschluss verloren" wird das ganze Verkehrs-Trauerspiel deutlich: durch die (systematische?) Abkopplung vom Fernverkehr ist unsere Region im Abseits gelandet: da nützt auch die beschauliche Erzgebirgsbahn oder die schöne Aussichtsbahn herzlich wenig: man muß viel Zeit einplanen, um von hier aus mit der Bahn weitere Strecken zu bereisen. Kein Fernverkehr über Chemnitz, keine S-Bahn-Anbindung nach Leipzig, ein für uns nutzloser City-Tunnel; auch der Streckenausbau Dresden-Berlin bringt für uns keine Verbesserung.

Es bleibt das Auto: auch hier hat sich in den letzten Jahren herzlich wenig getan: mindestens 40 Minuten muß man nach wie vor einrechnen (da darf kein Sonntagsfahrer oder ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug vor einem herfahren - Überholen faktisch unmöglich!), um in die Nähe einer Autobahn zu kommen. Vernünftiger Ausbau der Bundesstraßen (wie z.B. in Tschechien abschnittsweise wechselseitig 3-spurig), Umgehungsstraßen - Fehlanzeige bzw. dauert viel zu lange. Und Autobahnstrecken, die schon 2006 fertig sein sollten, harren immer noch ihrer Vollendung....auf der A72 ist die neugebaute Böschung abgerutscht - das dauert dann eben noch etwas...

Kunstgenuss? Lebensqualität? Reisen? Anregung? bitte nur vor Ort: die "kulturellen Leuchttürme" stehen von hier aus betrachtet sehr weit weg (und scheren sich herzlich wenig um die Erzgebirgler) - und warum denn in die Ferne schweifen, das Erzgebirge an sich ist ja sehr schön und die Luft ist so sauber und bald ist wieder KÄT...

Ein Wochenende im Mai 2012 in Dresden: Staatsoperette: Johann-Strauss-Festival, in der ganzen Stadt Dresdner Musikfestspiele: ein (hochpreisiges) Konzertevent jagt das andere, gleichzeitig dazu Dixielandfestival: alles wunderschön - mir als Annaberger Künstler wird schlecht, wenn ich dieses Ungleichgewicht im Verhältnis zur "Provinz" sehe; wie wir hier dazu im Verhältnis "verhungern" (bei einer vernünftigen finanziellen Ausstattung des Theaters als Grundversorger mal angefangen - Stichwort Haustarifvertrag - ohne gleich an Festivals oder besondere Events zu denken).

Und es wird nichts getan, die Provinz attraktiver und lebenswerter zu gestalten - siehe oben...Und so bleibt eine Fahrt mit der Schmalspurbahn oder mit dem Fahrrad (ein halber Radweg nach Bärenstein ist ja schon ohne Lebensgefahr befahrbar) oder eine schöne Wanderung durch die Berge...Gute Nacht!

mehr zum Thema:
- Ergebnis des Gipfels gleich Null.
- Morlok wirft Vorgänger Jurk Versäumnisse in Bahnpolitik vor 

Thema Straßenausbau (Autobahnzubringer): 
Zubringer wird frühestens im nächsten Jahr angefangen
- Straßen im Erzgebirge noch lange Baustelle
 

Donnerstag, 31. Mai 2012

Urlaub in Tschechien


Urlaub im Nachbarland: trotz räumlicher Nähe waren Land, Leute und Mentalität aktuell für mich eigentlich ziemlich unbekannt. Und so lag es nahe, sich verschiedene Gegenden mal etwas genauer anzusehen: Karlsbad, das Eger-Tal mit dem Hans-Heiling-Felsen (deutsche Romantik!) und die Moldau in Südböhmen (oft gehört, einige Male gespielt, vor Urzeiten mit dem Fahrrad entlang gefahren, jetzt darauf gepaddelt) - kurz: es war absolut sehenswert mit großem Erholungs-und Lerneffekt:wandelnd auf den vielen geschichtsträchtigen Spuren, die Deutsche und Tschechen hinterlassen haben. Das ganze Album finden Sie unter Fotos.

Donnerstag, 26. April 2012

concert special mit Boris Nikitenko

Leider viel zu schnell vorbei waren die beiden Konzerte mit Boris Nikitenko, dem ehemaligen Konzertmeister der Erzgebirgischen Philharmonie Aue, einem großartigen Musiker und warmherzigen Menschen. Sehr bewegend, zu erleben, mit welcher Tiefe er musizierte und vor welchem persönlichen Hintergrund er sein  Musikerleben gelebt hat - da sieht man den eigenen künstlerischen Werdegang gleich mit anderen Augen.

Ausschnitte des Konzertes und Infos dazu können hier noch einmal angeschaut werden.

Montag, 12. März 2012

Zu Gast bei Peter Gast


Zu einer begeisterten Würdigung des Lebens von Heinrich Köselitz alias Peter Gast geriet die Soirée am 10. März im Erzhammer Annaberg. Zahlreiche interessierte Annaberger kamen, um mehr über den Komponisten, Schriftsteller, Nietzsches "liebsten Gast" und Pfleger der erzgebirgischen Mundart zu erfahren. In einem sehr lebendigen und emotionalen Vortrag hielt Prof. Gotthard Schicker ein Plädoyer für diesen Sohn der Stadt Annaberg und stellte neueste Forschungsergebnisse vor; zusammen mit László Varga führten wir Lieder auf, die etliche Jahre im Verborgenen geschlummert haben.

Prof. Schicker regte an, eine Köselitz-Gesellschaft zu gründen - wenn Sie Interesse haben und mitmachen möchten, können Sie hier ein Formular herunterladen und sich bei ihm melden.
Für mich war es sehr interessant, mich mit seiner Musik zu beschäftigen - das hat große Lust auf weitere Entdeckungen gemacht!
ausführlicher Bericht im im Annaberger Wochenblatt 
Beitrittsformular Köselitz-Gesellschaft

Freitag, 24. Februar 2012

Zu Gast bei Peter Gast

Am 10.März findet im Erzhammer in Annaberg eine besondere Veranstlatung statt, zu der ich meine Leser herzlich einladen möchte: ein berühmter Sohn der Stadt Annaberg - Peter Gast alias Heinrich Köselitz - wird in einer Soiree gewürdigt. Gemeinsam mit dem Kulturwissenschaftler und Publizist Prof. Gotthard Schicker und dem Bassisten László Varga vom Winterstein-Theater werden wir uns dem Leben und Werk dieses Komponisten, den Friedrich Nietzsche als seinen "liebsten Gast" bezeichnet hat, widmen. Es erklingen u.a. Lieder und kurze Ausschnitte aus seiner Oper "Der Löwe von Venedig" - absolute Raritäten - absolut hörenswert!

Artikel im Annaberger Wochenblatt

Dienstag, 14. Februar 2012

Nostalgie, Leidenschaft und Liebe...


...ist das Motto eines ganz besonderen Konzertes: anläßlich seines 50jährigen Bühnenjubiläums ist Boris Nikitenko, der hochgeschätzte ehemalige Konzertmeister der Erzgebirgischen Philharmonie, Gast beim nächsten "concert special" (17.3. 18 Uhr in der Jacobikirche Stollberg, 18.3. 11 Uhr im Kulturhaus Aue, 9.4. 11 Uhr im Theater Annaberg).

Auf dem Programm stehen berühmte Werke der Geigenliteratur: Chaussons "Poeme", die "Zigeunerweisen" von Sarasate, die "Meditation"  aus der Oper "Thais" von Massenet sowie der 2. Satz aus dem Violinkonzert von Alexi Matchavariani, einem georgischen Komponisten, Landsmann von Herrn Nikitenko.

Außerdem erklingen Beethovens Violinromanze F-Dur und Walzer des Wiener Komponisten Fritz Kreisler in der Bearbeitung von Herrn Nikitenko. Es spielt die Erzgebirgische Philharmonie Aue unter meiner Leitung.

weitere Infos: hier

Sonntag, 12. Februar 2012

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Silvester/Neujahrs-Konzert

Großer Erfolg: die 2 Konzerte am 31.12. in Annaberg und Aue wurden vom Publikum begeister aufgenommen! Laszlo Varga setzte mit seinen Bravourarien Glanzpunkte, desweiteren gab es so manchen kleinen "Zwischenfall", der dem Silvesterpublikum großen Spaß bereitete.

Allgemein gelobt wurde die Programmzusammenstellung: ich habe bewußt weniger häufig gespielte Stücke ausgewählt, die aber mit zum besten gehören, was es in diesem Genre gibt: 3 große Konzertwalzer von Josef Strauss ("Aquarellen", "Delirien" und "Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust"), den "Eva"-Walzer von Lehar, die Ouvertüre "Banditenstreiche" von Suppé und viele schöne Polkas der Strauss-Familie. Und natürlich darf C.M. Ziehrer in diesem Programm nicht fehlen: "Herrreinspaziert!" ist ein weiterer Glanzpunkt!


Besuchen Sie unsere Konzerte - Sie werden damit sicher gut aufs Neue Jahr eingestimmt!

Dienstag, 13. Dezember 2011

Papageno in der Schule

Neulich in Schneeberg: Schulkonzert in der Marchwitza-Grundschule. Aufmerksame und lebendige Zuhörer verfolgten ein Programm rund um W.A.Mozart. Höhepunkt war der Auftritt des "komischen Vogels" Papageno (Michael Junge).

Sonntag, 4. Dezember 2011

Armes Deutschland!

Eine Schande ist das actori-Gutachten, das die Perspektive der Leipziger Kulturlandschaft "durchrechnet": so sieht es also um unser Kulturverständnis (besser: das Kulturverständnis der Politiker) aus: kein Geld mehr, um diese einzigartige, sinn-u.-wertstiftende Landschaft vollständig zu erhalten. Wieviel Rechte müssen denn noch morden, bis man munter wird und sieht, wohin eine Gesellschaft durch fehlende (kulturelle) Werte kommt!

Nicht genug, daß die Theater auf dem Land (wie Annaberg) schon längst fast kaputtgespart sind und nur unter Aufbietung der allerletzten Reserven überhaupt noch spielfähig sind - nein - jetzt geht´s auch an die "Leuchttürme". Bravo nach Dresden, Bravo nach Berlin!!!

Dienstag, 15. November 2011

Waldweben, Lebkuchen und Zauberei

Zu einer stürmisch beklatschen Veranstaltung geriet die Premiere von Humperdincks Märchenoper "Hänsel und Gretel" am vergangenen Sonntag. Ensemble und Orchester waren in Hochform, eine anrührend märchenhafte Inszenierung war zu erleben und ein dafür empfängliches Publikum belohnte intensives Spiel, hervorragenden Gesang und differenziertes Musizieren aller Beteiligten mit lang anhaltendem Applaus.

Ich bin immer wieder überrascht, welche Kräfte unser kleines Ensemble/Orchester an so einem Abend mobilisieren kann - obwohl nicht gerade mit öffentlicher Aufmerksamkeit und ausreichend Geld gesegnet, sind die Mitarbeiter doch Künstler und als solche lassen sie sich von Meisterwerken immer wieder herausfordern, um ihr bestes zu geben.

Besetzungszettel        Kritik im Erzgebirgs-Treff  

Montag, 7. November 2011

"Das muß ein Stück vom Himmel sein"

unter diesem Motto stand der diesjährige Theaterball, der am letzten Wochenende im Ahorn-Hotel in Oberwiesenthal stattfand. 

Für eine gehörige Überraschung sorgte die von der Freien Presse veranstaltete Wahl der Publikumslieblinge: Marita Posselt, bis letzte Spielzeit Solistin des Annaberger Theaters, wurde von den Lesern der Zeitung zum Publikumsliebling gekürt: sie nahm diesen Preis auch persönlich entgegen. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

Sonntag, 6. November 2011

Hänsel und Gretel

Am heutigen Sonntagvormittag fand eine Matinee zur bevorstehenden Premiere von "Hänsel und Gretel" statt, in der die Inszenierung und das Werk dem Annaberger Publikum vorgestellt wurden. Musikalisch umrahmt von den Hauptdarstellerinnen Madelaine Vogt und Tatjana Conrad (am Klavier begleitet von unserer Praktikantin Frau Ren) gaben Prof. Hans Hermann Krug, der Chefdramaturg Michael Eccarius und der Ausstatter Wolfgang Clausnitzer vor einem interessierten Publikum Einblicke in unsere Arbeit.



Sonntag, 23. Oktober 2011

Herbst im Muldental

  ...bevor der Winter kommt, noch einmal die volle Farbenpracht: weitere Bilder unter Fotos

Samstag, 22. Oktober 2011

Knusper knusper Knäuschen...

...die Proben zu "Hänsel und Gretel" laufen, die Premiere dieser wunderbaren Märchenoper von Engelbert Humperdinck wird am 13.11. stattfinden. Regie führt Prof. Hans Hermann Krug, der ehemalige Intendant des Hauses, in den Hauptrollen werden Madelaine Vogt, Tatjana Conrad, Bettina Grothkopf, Michael Junge und Bettina Corthy-Hildebrandt zu erleben sein.

Ich freue mich sehr darauf, diese meisterhafte Partitur mit dem Orchester und den Sängern zu erarbeiten; nachdem ich dieses Werk schon mehrfach in Pforzheim dirigiert habe, kommt nun die Zeit des intensiven Partiturstudiums und die Gelegenheit, eigene musikalische Vorstellungen umzusetzen. Eine schöne Herausforderung!

Sonntag, 9. Oktober 2011

50 Jahre Musikschule Gößnitz

Gestern abend fand in der Gößnitzer Annen-Kirche ein besonderes Konzert statt: ehemalige Schüler musizierten gemeinsam mit Lehrkräften  anläßlich des 50-jährigen Bestehens der Musikschule Gößnitz. In der vollbesetzten Kirche wurden 2 Stunden die musikalischen Früchte geerntet, die vor Jahren in Gößnitz gesät wurden.

Ein Name steht über allem: Sigrid Runge. Sie war es, die mit voller Begeisterung, großem pädagogischen Geschick, Liebe zur Musik und großer Herzenswärme damals die Kinder zur Musik führte und den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der Gößnitzer Musikschule legte. Ihre Kinder führten die Arbeit äußerst erfolgreich weiter; Holger Runge leitet die Musikschule Schmölln, zu der die Gößnitzer Musikschule mittlerweile gehört, Irmtraut Friedrich unterrichtet die Klavierklasse. Und auch hier muß man das große persönliche Engagement der beiden und die Liebe zur Musik und zum Unterrichten besonders erwähnen, ohne das wäre so eine vitale und leistungsstarke Schule nicht möglich.

Die Bandbreite der Darbietungen reichte von 32 Händen an 8 Klavieren (gleichzeitig) über Streicher-u.-Klarinettenensemble zu tollen Solodarbietungen; schön zu erleben, daß viele, die in anderen Berufen arbeiten oder studieren, das Instrument immer noch beherrschen und die Liebe zur Musik stark vorhanden ist.

Was wäre so ein Abend ohne die guten Geister im Hintergrund: ein starker Förderverein mit dem Vorsitzenden Rolf Sattler kümmerte sich liebe-u.-aufopferungsvoll um die Logistik des Konzertes und das leibliche Wohl hinterher - da steckt unglaublich viel ehrenamtliche Arbeit dahinter.

Kurzum ein bewegender Abend, ein beeindruckendes Lebenswerk und ein tolles musikalisches und menschliches Erlebnis, was nicht alltäglich für mich war.


Dienstag, 4. Oktober 2011

Im Weißen Rössl...

...am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür...Glanzvolle Premiere am 2. Oktober in Annaberg: in der Inszenierung von Reinhard Schwalbe, der Choreografie von Sonja Elstermann und im Bühnenbild von Erika Lust tanzte, sang, und spielte sich das Ensemble des Annaberger Theaters in die Herzen des Publikums, das sich mit viel Applaus für den Abend bedankte. ein Gute-Laune-Stück für jedermann: kommen und gucken!

Besetzung   -   Eine Kritik lesen Sie hier

Sonntag, 18. September 2011

Auf ein Neues !

Die neue Spielzeit am Annaberger Theater hat begonnen - freuen Sie sich mit mir auf schöne Aufgaben und Vorstellungen!

Bereits im Oktober findet die Premiere des "Weißen Rössl" in der Inszenierung von Reinhard Schwalbe statt, trotz vieler Jahre am Theater ist es das erste Mal, daß ich mit diesem Stück näher zu tun habe.

50 Jahre Musikschule Gößnitz sind der Anlaß für ein Festkonzert in der Gößnitzer Stadtkirche: ich freue mich sehr darauf, bei dieser Gelegenheit meine mittlerweile 85-jährige Klavierlehrerin Frau Runge wiederzusehen und mit ehemaligen Schülern zu musizieren.

Anfang November folgt dann die Premiere von "Hänsel und Gretel": eine Oper, die ich bereits in Pforzheim nachdirigiert habe und die ich nun selber einstudieren kann - ein Stück, das dann vor allem in der Weihnachtszeit häufig gespielt werden wird.

Dazu die Wiederaufnahme des Musicals "The Sound Of Music", das besonders durch die anrührend gespielte Rolle der Maria Rainer durch Kerstin Maus und die gutbesetzten Kinderrollen auch beim Publikum sehr gut ankam.

Im Dezember gibt es dann wieder das 4. Sinfoniekonzert diesmal u.a. mit der D-Dur Orchestersuite von Bach und Tschaikowskys Erster Sinfonie - und weihnachtlichen Liedern, gesungen von Bettina Grothkopf. Und natürlich darf zum Schluß das Publikum in die vom Orchester gespielten Weihnachtslieder mit einstimmen.

Weiter geht es mit dem Silvester/Neujahrskonzert unter dem Titel "Radetzkymarsch". Melodien der Strauss-Familien und anderer Wiener Komponisten werden das Neue Jahr 2012 musikalisch eröffnen; als Solist wird Laszlo Varga zu hören sein. Also dann: kommen Sie zu den Vorstellungen des Annaberger Theaters und besuchen Sie mich bei der Arbeit!

Ein Stein, mysteriöses Brummen und der Atlantik

Dieser Sommer hielt für mich einige außergewöhnliche Ereignisse parat: erstmals in meinem Leben mußte ich mich dem Messer des Chirurgen ausliefern: ein Gallenstein hat mich so geärgert, daß eine OP notwendig wurde: minimalinvasiv wurde mir im Erzgebirgsklinikum während eines verlängerten Wochenendaufenthaltes die Gallenblase nebst Stein entfernt. OP und Heilung verlief problemlos, so daß ich 14 Tage später wieder das Geschehen auf den Greifensteinen mitbestimmen konnte.

Eine viel ärgere Geschichte hat mich seit Januar des Jahres beschäftigt: in meiner Wohnung in der Kirchgasse 36 waren seit Januar nachts mysteriöse Geräusche zu hören: es klang, als ob unterirdisch eine Pumpe läuft, dieses Brummen verstärkte sich durch Resonanzen in der Wohnung und war manchmal auch körperlich wahrnehmbar. Messungen vom Landratsamt bestätigten das Auftreten des Geräusches; der Pegel lag deutlich über der zulässigen Norm.

Meine Versuche, die Ursache zu finden, blieben ergebnislos. Da zudem mittlerweile kaum noch eine Nacht ohne Geräuschbelästigung verging und meine Nachtruhe massiv beeinträchtigt war, entschloß ich mich, in Annaberg eine neue Wohnung zu suchen: ich fand eine wunderschöne, helle mitten in der Altstadt in einem Haus, das 1893 gebaut und seit 1895 in Familienbesitz ist. Der Ausblick aus der Beletage, in der meine Wohnung liegt, ist spektakulär:


Mitte August dann der Umzug, chaotische Tage zwischen 2 Wohnungen, dem Theater und den Greifensteinen - klar, daß man danach Erholung braucht: die fand ich anfang September auf Gran Canaria: faulenzen, schwimmen im Atlantik und warmes sommerliches Klima ließen den Streß des Sommers vergessen und haben Kraft für die neue - meine mittlerweile 24. Spielzeit und 6. Annaberger Spielzeit - gegeben.

Sommer 2011 - Theater auf den Greifensteinen

Donnerstag, 24. März 2011

oh mon dieu

Die bunte Welt des Tomi Ungerer
Er hat wunderschöne Kinderbilder gemalt, aber auch seinen erotischen Fantasien freien Lauf gelassen - und hat seit November 2007 "sein" eigenes Museum in Straßburg.

Zum Themenabend "Französische Kunst und Lebensart" spricht der Direktor des Deutsch-Französischen Institus Robert Walther aus Karlsruhe über den Künstler, Illustrator, Kinderfreund und Rebellen Tomi Ungerer.


Gemeinsam mit Laszlo Varga werden wir französische Chansons von Jacques Brel, Charles Aznavour u. a. vortragen.

Mittwoch, 16. Februar 2011

The Sound Of Music














Eine Rarität auf deutschen Bühnen wird am Sonntag im Annaberger Theater Premiere haben: das Musical "The Sound Of Music" von Rodgers/Hammerstein. Die Besonderheit dieses zauberhaften Familienstücks um die Trapp-Familie aus Österreich besteht in der Mitwirkung von 7 Kindern im (Bühnen-)Alter zwischen 8 und 16 Jahren - in Annaberg arbeiten wir mit 2 Besetzungen. Es hat große Freude bereitet, mit ihnen das Stück zu erarbeiten: die musikalischen Aufgaben sind sehr anspruchsvoll und werden sehr beachtlich gelöst.

Im Stück verbinden sich die Freude am Gesang mit einer bewegten Familiengeschichte aus dem Österreich des Jahres 1938 - im Gegensatz zum Hollywood-Film verzichtet Regisseurin Friederike Barthel weitgehend auf viele Österreich-Klischees.

Warum ist dieses Stück so selten auf deutschen Bühen zu finden? An der Musik kann es jedenfalls nicht liegen: sie hat Ohrwurmqualitäten; sei es der Titelsong, das musikalische A,B,C, das Jodel-Lied oder My Favorite Things - aber am besten beantwortet man sich diese Frage nach einem Vostellungsbesuch. Ab Sonntag im Spielplan!

Nachtrag: Die gestrige Premiere wurde vom Annaberger Publikum stürmisch gefeiert, die Kids waren die Stars des Abends...

Dienstag, 25. Januar 2011

Warme weeche Bretzel...

...ist der Titel des Walzers, der anläßlich unseres concert special, daß dem Komponisten Albert Lortzing galt, erstmalig wieder seit 1838 öffentlich erklang. In dem Konzert gab es noch mehr Raritäten wiederzuentdecken: die Ouvertüre zur Oper "Undine", Ausschnitte aus frühen Singspielen ("Der Weihnachtsabend", "Der Pole und sein Kind"), aus nichtgespielten Opern ("Andreas Hofer") und natürlich auch Bekanntes aus seinen Meisterwerken "Zar und Zimmermann", Wildschütz" und Waffenschmied".

Das Konzert wird am 30.Januar 11 Uhr im Annaberger Theater wiederholt - eine gute Gelegenheit, das Bild Lortzings um einige Facetten zu ergänzen.


Montag, 3. Januar 2011

Hinter den 7 Bergen...

Es geht vorwärts im Erzgebirge: eine Brücke, die seit 2007 fertiggestellt sein sollte, wird nun doch voraussichtlich im Frühjahr 2011 eröffnet! (Details hier)

Oft sehnsüchtig betrachtet, wenn man wieder mal bei Schnee und Eis zur Orchesterprobe nach Aue mit dem eigenen PKW schlittern mußte: die Ortsumgehung Markersbach. Macht schon einen Unterschied, ob sich der ganze Durchgangsverkehr incl. schwerer LKW´s durch die engen Straßen des Ortes quälen muß oder die kurze Brückenüberfahrt nehmen kann...aber eben nicht wichtig genug für die verantwortlichen Politiker: was solls, im Erzgebirge sind die Menschen ja an den Winter gewöhnt, und warum soll man eine langjährige Praxis einfach so ändern...

Vielleicht handelt es sich bei dieser Brücke aber auch nur um das Gegenstück zum vorhandenen Markersbacher Viadukt mit ihren Eisenbahngleisen der stillgelegten Bahnstrecke Annaberg-Aue - ebenso wie diese nur zur Ansicht und zum Fotografieren...

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Winter in Annaberg

Man kann ihn schon nicht mehr sehen, es reicht mit dem Schnee: aber an sonnigen Tagen wie heute ist die Winterlandschaft am Pöhlberg unglaublich schön...

Montag, 27. Dezember 2010

Augen auf, Frau Schorlemer!

Habe gerade dieses Interview von Sachsens Kunstministerin Frau Schorlemer gelesen: wie realitätsfern ist das denn!!!

Sehr geehrte Frau Ministerin, kommen Sie zu uns und erleben Sie, wie unser Alltag aussieht: kaum mehr ein Werk, daß in annähernd adäquater Orchesterbesetzung gespielt werden kann, ein schmählicher Haustarifvertrag, der Gehaltskürzungen von 16% den Mitarbeitern abnötigt - weit entfernt vom Normaltarif - , ein Mini-Chor, ein Solistenensemble, das an den Rand der Handllungsfähigkeit gerät, wenn ein Mitglied davon erkrankt - und da sehen Sie weiteres Sparpotenzial! Über Ihren Zynismus kann man nur den Kopf schütteln. Und die lockere Empfehlung, doch vielleicht mit einer Sparte weniger auszukommen - schön für Annaberg und die Vielfalt des Stadttheaters! Und was Reisen (Stichwort Landesbühne) betrifft: fahren Sie doch mal die 32 km vom Chemnitz (kein IC -oder ICE-Halt - schon seit Jahren!) mit der Erzgebirgsbahn und genießen Sie die Landschaft in unschlagbaren 75 Minuten - die braucht ein Schnellzug auch für die Strecke Leipzig-Berlin - oder wagen Sie eine PKW-Fahrt über glatte Straßen - vielleicht haben Sie ja Glück und finden auch noch einen Parkplatz vorm Theater - wenn dann der Schnee vielleicht geräumt ist.

Ich bin sprachlos, wie naßforsch die Kulturlandschaft Deutschland zusammengestrichen wird - ein Trauerspiel!

Montag, 13. Dezember 2010

Vetter aus Dingsda



Gestern hatte der "Vetter aus Dingsda" Premiere im Annaberger Theater: Alexander Geller war als Gast für den erkrankten Frank Unger als 1. Fremder zu erleben - unbedingt hörenswert! Auch Bettina Grothkopf als Julia bezauberte das Publikum.

Für mich ist es die 3. Produktion, in der ich dieses Meisterwerk von Künneke dirigiere: erstmalig 1989 in Erfurt, 2000 in Pforzheim als musikalischer Leiter und jetzt in Annaberg.